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Kunstjahr: Werke des Bielefelder Künstlers Eduard Herterich im Geschäft Rapin zu sehen Die Sennelandschaft im Blick

Von Heiko Bockstiegel

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Werke von Eduard Herterich sind im Geschäftshaus Rapin zu sehen. Unser Bild zeigt Volkhard und Doris Rapin, deren Bruder Ulfried Friedering (Zweiter von rechts ) und Bürgermeister Wolfgang Becker anlässlich der Vernissage. Foto: Heiko BockstiegelWerke von Eduard Herterich sind im Geschäftshaus Rapin zu sehen. Unser Bild zeigt Volkhard und Doris Rapin, deren Bruder Ulfried Friedering (Zweiter von rechts ) und Bürgermeister Wolfgang Becker anlässlich der Vernissage. Foto: Heiko Bockstiegel

bl Quakenbrück. „Schauen Sie mit dem Herzen“ ist wohl das schönste Motto, welches über einer Kunstausstellung stehen kann.

In den Räumlichkeiten der Firma Rapin in der Langen Straße besteht nun die Möglichkeit dazu, denn die dort im Rahmen des Quakenbrücker Kunstjahres präsentierten Werke des Bielefelder Grafikers und Aquarellmalers Eduard Herterich (1905–1994) laden zu intensiven Wahrnehmungen mit bedeutender Kunst ein.

Die Familie Rapin pflegt eine besonders enge Beziehung zu Eduard Herterich, war doch der Vater von Doris Rapin und ihres in Melle lebenden Bruders Ulfried Friedering der sicherlich engste Freund des Künstlers, dessen Schaffen von der Romantik über Realismus und Expressionismus bis zum Abstrakten reichte.

„Das Kunstjahr war wirklich eine tolle Idee“, schwärmte Quakenbrücks Bürgermeister Wolfgang Becker, der der Familie Rapin seinen Dank für die Realisierung der letzten Ausstellung dieser Veranstaltungsreihe aussprach und gleichzeitig Dr. Susanne Tauss vom Landschaftsverband Osnabrück-Land willkommen hieß. Dieser ließ dem Kunstjahr besondere Unterstützung zukommen.

Die Ausstellung vereint Werke Eduard Herterichs aus dem Besitz des Bielefelder Kunstvereins, privater Kunstsammler und vor allem der Familie Rapin. „Onkel Eduard und Vater Otto waren ein Herz und eine Seele“, erinnerte sich Ulfried Frie-dering, der seine „ehrfurchtsvolle Haltung“ Herterich gegenüber in launigen Worten vermittelte. Im privaten Kreis der beiden Familien erzählte Eduard Herterich viele Geschichten und skizzierte diese gleichzeitig. „So hatten wir neben der Geschichte auch ein Bild“, sagte Friedering, der dem Künstler von früher Jugend an bis zu dessen Tod aufs Engste verbunden blieb und somit ein echter Zeitzeuge seines Schaffens wurde.

Im Laufe der Jahrzehnte lernte Friedering selbst Bilder zu betrachten und entwickelte so eine persönliche intime, ja emotionale Beziehung zu Herterichs Werken. Hauptmotiv blieb dabei immer die Sennelandschaft um Bielefeld, die er sowohl in Aquarellen als auch sehr detailgetreuen Federzeichnungen festhielt. Im Einvernehmen mit „Onkel Eduard“ entstand bald eine stetig wachsende private Bildersammlung, wobei einige der schönsten und interessantesten Schöpfungen auch als Kunstdrucke in kleiner Auflage veröffentlicht wurden.

„Ich bewahre seine Botschaft“, ergänzte Ulfried Friedering, der seine Begeisterung über das Œuvre Eduard Herterichs, der Träger des Kunstpreises der Stadt Bielefeld und des Bundesverdienstkreuzes war, kundtat.

Maike Frechen, Hanna Frese und Ann-Christin Vogt (Querflöte) sorgten für die musikalische Untermalung der Vernissage. Die Kunstausstellung kann zu den Geschäftszeiten der Firma Rapin besucht werden.


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