zuletzt aktualisiert vor

OB-Wahl in Lingen Leinweber und Krone: Stichwahl in 14 Tagen

Meine Nachrichten

Um das Thema Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


pe Lingen. Das Rennen um die Oberbürgermeisterwahl in Lingen ist noch nicht entschieden. CDU-Kandidat Hans-Josef Leinweber und der parteilose Kandidat Dieter Krone werden am 26. September in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Die Wahlbeteiligung am Sonntag betrug nur 45,64 Prozent. Sie lag damit noch unter den 51,1 Prozent beim Urnengang vor vier Jahren.

Die Lingener CDU erlebte mit ihrem Kandidaten, dem Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber, einen erheblichen Stimmeneinbruch. Für den 54-jährigen Leinweber votierten 7611 Bürger, das waren 39,19 Prozent.

Auf den 47 Jahre alten Oberstudienrat Krone, der von SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt wurde, entfielen 27,77 Prozent der Stimmen. Insgesamt 5394 Bürger votierten für den Lehrer des Franziskusgymnasiums.

FDP-Ratsherr Jens Beeck, dem in politischen Kreisen eigentlich der zweite Rang hinter Leinweber zugetraut worden war, lag mit 23,24 Prozent (4513 Stimmen) auf dem dritten Platz.

Achtbar schlug sich Sabine Stüting für die Wählervereinigung „Die Bürgernahen“. Sie holte mit 1399 Stimmen 7,20 Prozent. Die Bürgernahen werden sich deshalb in ihrer Zielsetzung bestärkt sehen, bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr ein Wort mitzureden.

Abgeschlagen mit 1,34 Prozent und 260 Stimmen bzw. 1,26 Prozent und 245 Stimmen kamen Jörg F. Küster (Die Linke) und der parteilose Kandidat Wilfried Fenslage auf die Plätze Fünf und Sechs.

„Eigentlich dachte ich, dass der Wahlkampf vorbei sein würde“, war dem CDU-Oberbürgermeisterkandidaten die Enttäuschung deutlich anzumerken, es im ersten Wahlgang nicht geschafft zu haben. „Zur 50-Prozent-Marke fehlen doch noch einige Prozentpunkte“, war Leinweber durchaus selbstkritisch.

Jetzt will er sich noch einmal ins Zeug legen, um möglichst viele Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Seinen Mitkonkurrenten dankte er für den ausgesprochen fairen Wahlkampf. Maria Möller, Verwaltungsangestellte der Gemeinde Geeste, konnte dem Wahlergebnis hingegen eine positive Seite abgewinnen. „Jetzt haben wir unseren Chef noch 14 Tage länger.“

„Der Abstand zur CDU ist ja erstaunlich gering“, ist Krone für die Stichwahl in 14 Tagen sehr zuversichtlich. Er wertete dies als „deutliches Zeichen, dass die Lingener den Wechsel in dieser Stadt wollen. Ich bin froh, dass sich unser engagierter, facettenreicher und vor allem fairer Wahlkampf gelohnt hat“. Mit rund 70 Unterstützern, SPD- und Grünenmitgliedern und Mandatsträgern sowie seiner Frau Ingrid hatte Krone in der Gaststätte Koschinski auf die Ergebnisse gewartet.

Und die Nervosität legte sich erst, als nahezu alle Wahlbezirke ausgezählt waren und sich sein Vorsprung gegenüber dem FDP-Bewerber Jens Beeck verfestigte. So schnell wie möglich soll jetzt das Gespräch mit den unterlegenen Bewerbern gesucht werden. „14 Tage lang werden wir bis zur Stichwahl um jede Stimme kämpfen“, läutete Krone schon am Wahlabend die Verlängerung seines Wahlkampfes ein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN