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Standort stärken Krankenhaus Löningen: Quakenbrück hält 75 Prozent an neuer Gesellschaft

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<em>Das Christliche Krankenhaus </em> Quakenbrück soll Partner des Löninger St.-Anna-Stiftes werden. Foto: Josef PohlDas Christliche Krankenhaus Quakenbrück soll Partner des Löninger St.-Anna-Stiftes werden. Foto: Josef Pohl

Quakenbrück/Löningen. Die Neuaufstellung der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM) nimmt weiter Gestalt an. Die Gremien des Klinikverbundes haben sich in der Nacht zu Donnerstag auf eine gemeinsame Zukunft der Standorte in Vechta, Cloppenburg und Emstek geeinigt.

Das St.-Anna-Stift in Löningen soll im gegenseitigen Einvernehmen in eine Tochtergesellschaft mit dem Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück (CKQ) überführt werden.

Größeren Diskussionsbedarf löste laut Pressemitteilung des Verbundes das Ausscheiden des St.-Anna-Stifts Löningen aus dem Verbund aus. Hier hatte sich nach gut informierten Kreisen im Vorfeld der Zusammenkunft noch Konfliktstoff entwickelt, denn trotz der vor gut einer Woche erteilten Zustimmung zu einem Zusammengehen mit Quakenbrück sollte das St.-Anna-Stift einen Teil seiner chirurgischen Fälle an das Cloppenburger Krankenhaus abgeben. Ein Ansinnen, dass die Löninger so nicht mitgetragen hätten. Von daher gab es am Mittwochabend noch Gesprächsbedarf. „In allen Fragen zu Löningen setzen die Verhandlungspartner auf ein faires Miteinander in der Region. So wurde vereinbart, dass am Standort Löningen künftig keine neuen schneidenden medizinischen Disziplinen parallel zum Krankenhausbetrieb in Cloppenburg aufgebaut werden“, heißt es dazu in der KKOM-Pressemitteilung.

Froh zeigte sich auf Anfrage CKQ-Geschäftsführer Heinrich Titzmann über diese Entwicklung, denn nunmehr könne weiter an der Umsetzung des Konzeptes gearbeitet werden. Die Partner hätten Übereinstimmung in den wesentlichen Punkten erzielt.

Die Mitarbeiter des St.-Anna-Stiftes erhielten von ihm Informationen aus erster Hand zu der geplanten Zusammenarbeit, denn an der gemeinsamen Gesellschaft werden die Quakenbrücker mit 75 Prozent beteiligt sein, die Löninger halten 25 Prozent.

Ziel sei es, den Standort Löningen medizinisch attraktiv zu gestalten. Durch Leistungssteigerung gelte es, die Arbeitsplätze vor Ort zu stabilisieren. Personalabbau stehe nicht an erster Stelle, es müsse an anderen Lösungen für die Leistungsoffensive gearbeitet werden. Zudem machte Titzmann darauf aufmerksam, dass durch Fluktuation in den beiden Häusern Personalüberhänge ausgeglichen werden könnten.

Die im Verbund verbleibenden Krankenhäuser sollen sich künftig als drei eigenständige Hospitalgesellschaften unter einem gemeinsamen Stiftungsdach entwickeln. Eine besondere Rolle kommt dem Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO) zu, das die neue KKOM-Stiftung ins Leben rufen wird und finanziell ausstatten soll. Die neue gesellschaftsrechtliche Struktur soll den Weg für das weitere Engagement von Geldgebern freimachen.

Das Angebot der Orthopädie am Standort Emstek wird sich auf alle Fälle verändern. „Wir setzen hier erstens auf ein ambulantes orthopädisches Facharztzentrum mit Tageschirurgie und zweitens auf eine stationäre orthopädische Einheit“, so Michael Gr. Hackmann, Geschäftsführer der KKOM. Ein wichtiger Erfolg im Sinne der Mitarbeiter ist der Verzicht auf besondere Maßnahmen beim Personalabbau. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht mehr vorgesehen.


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