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Die Mastalls und ihre freie Kunstakademie Maiburg Hier kann sich jeder inspirieren lassen

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Alles in liebevoller Kleinarbeit hergerichtet: Lieselotte und Dieter Mastall sind stolz auf ihre Kunstakademie Maiburg. Foto: Eva KöbbemannAlles in liebevoller Kleinarbeit hergerichtet: Lieselotte und Dieter Mastall sind stolz auf ihre Kunstakademie Maiburg. Foto: Eva Köbbemann

evkö Bippen. Etwas versteckt und inmitten eines Buchenwaldes erfüllen Lieselotte und Dieter Mastall ihren Lebenstraum: die freie Kunstakademie Maiburg.

In mühe- wie liebevoller Kleinarbeit hat der freischaffende Künstler mit seiner Frau, den Söhnen und der Künstlerin Roswitha Maes ein Garten-Gesamtkunstwerk erschaffen, „ohne Bagger, Krahn und andere große Gerätschaften“, wie Ehefrau Lieselotte betont.

Seit 20 Jahren ist der Garten auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Besucher sollen sich durch einen Gang durch den Garten inspirieren lassen. Besonders stolz ist das Ehepaar darauf, dass viele Gemeinden und auch Garten- und Landschaftsbauer sich hier zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten inspirieren ließen. „Wenn die Politik am Ende ist, geht man in den Garten“, zitiert Dieter Mastall ein chinesisches Sprichwort und beschreibt damit den Sinn und Zweck des Projekts. Konkret soll es heißen, dass die Menschen im Garten wieder zu sich finden und zum Nachdenken kommen. „Die Natur hat auf jede Frage eine Antwort, man muss nur genau hinhören“, fügt der Künstler hinzu.

Die ersten zehn Jahre haben sich die Betreiber über die Spenden der Besucher finanziert. 2000 wurde die Freie Kunstakademie Maiburg sogar Partnerprojekt der Expo. Dabei entstand eine Freundschaft mit den Betreibern des nepalesischen Pavillons. In ihrer Akademie vertreibt das Ehepaar neben anderem Kunsthandwerk noch heute handgetöpferte Tierfiguren aus Nepal.

2004 wurde mit öffentlichen Mitteln und viel Eigenleistung der Familie Mastall und ihren Freunden ein niedersächsisches Hallenhaus aus dem 17. Jahrhundert auf dem 1,4 Hektar großen Gelände aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Deutschen Bundesumweltstiftung, die die öffentlichen Gelder zur Verfügung stellten, wurde aber inzwischen wieder eingestellt.

Seit Dezember 2009 führen Lieselotte und Dieter Mastall die Akademie allein. In wechselnden Ausstellungen präsentieren regionale und überregionale zeitgenössische Künstler ihre Werke, hin und wieder finden kleine Konzerte und andere Musikdarbietungen statt. Das Ehepaar betreibt in dem renovierten Gebäude zudem ein Café, in dem sich Besucher nach oder vor einem Gang durch den Waldsteinskulpturenpark mit Kaffee und Kuchen stärken können. Außerdem bietet Lieselotte Mastall in den Räumlichkeiten, die Platz für bis zu 250 Personen bieten, ein Frühstücksbuffet an.

Für Besucher sind der Garten und das Café täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Erwachsene zahlen 3,50 Euro Eintritt, Kinder ab zwölf Jahren drei Euro. Weitere Infos im Internet: www.maiburg.de.


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