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Hof Elting Bußmeyer Viele zufriedene Gäste bei den Artländer Wild- und Fischtagen

Von Anja Polaszewski


Badbergen. „Ist der gefährlich?“, fragt ein Mädchen den Falkner mit gerunzelter Stirn. Dem Greifvogel gegenüber ist sie offensichtlich sehr skeptisch eingestellt. Als der Badberger Torsten Pistol lächelnd den Kopf schüttelt und sie zum Streicheln auffordert, ist sie mutig und traut sich: Ganz zaghaft gleitet ihr Zeigefinger über das Gefieder des Wüstenbussards, der Klara heißt, mithin eine „Sie“ ist. Jetzt strahlt das Mädchen stolz bis über beide Ohren.

Es ist Samstag, 13. April. Die Vehser Straße vor dem Gebäudekomplex mit der Nummer 7 ist mit Autos gesäumt. An diesem Wochenende dreht sich auf dem Hof Elting-Bußmeyer im Rahmen der dritten Artländer Wild- und Fischtage alles um die Themen, die das Landleben lebens- und liebenswert machen.

Insgesamt 92 Aussteller nicht nur aus der Region präsentieren und verkaufen ihre Produkte in den Innenhöfen und in der weitläufigen „Wiesenarena“ und veranstalten bunte Aktionen für Groß und Klein. Vom Fischbrötchen über den Jagdschein für Kinder bis hin zu Pony- und Esel-Voltigierspielen ist alles dabei. Für den Jäger gibt es zudem Angebote rund um ihre Leidenschaft: Kleidung, Waffen, Zubehör und Tierpräparate. Und im „Schießkino“ kann jeder seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Das Backhaus-Café-Restaurant auf dem 270 Jahre alten und denkmalgeschützten Anwesen hat geöffnet, auch der Hofladen und die Festdiele laden zum gemütlichen Schlendern und Schauen ein. Des Öfteren sehen die Gäste den Organisator der Artländer Wild- und Fischtage, Albrecht Bußmeyer, über das Gelände gehen – ganz so, als würde er nach dem Rechten schauen. Gefällt ihm, was er sieht? „Ja, ich bin sehr zufrieden und freue mich, dass so viele Menschen Interesse an den Wild- und Fischtagen zeigen“, sagt er. „In den vergangenen beiden Jahren hatten wir rund 5000 Besucher, das wird in diesem Jahr wohl nicht anders sein.“ Kurzum: Er ist zufrieden.

Eine Stimme aus dem Lautsprecher ertönt. Die Hundeschau der Ortsgruppe Epe-Bramsche des Deutschen Teckelclubs startet in wenigen Minuten. Der Moderator kommentiert die Vorführungen mit einem Schmunzeln: „Teckel sind nicht nur intelligent und folgsam, sie können auch Dickköpfe sein.“ Aber – so erfährt der Zuschauer jetzt – das müssen sie auch, denn ihr Instinkt lässt sie stets auf der Hut vor natürlichen und unnatürlichen Feinden sein, sie müssen sich durchsetzen.

„Das mit dem Dickkopf stimmt“, bestätigt eine Artländerin aus eigener Erfahrung lachend und deutet auf den Hund zu ihren Füßen. „Unsere Kleine hier macht sogar Schäferhunde platt, wenn sie will oder glaubt, es tun zu müssen.“ Die dreifache Mutter erzählt auch von ihren Schäferhunden, die einmal im heimischen Keller einen Einbrecher erwischten und ihn nicht wieder hinausließen, bis die Polizei eintraf.

„Hunde sind toll, ganz treue Seelen. Ich wünschte, meine Söhne wären alle so brav.“ Sie setzt aus Spaß noch einen drauf: „Meine Hunde würde ich nie hergeben, eher schon meinen Mann.“ Der sitzt neben seiner Ehefrau auf der Holzbank und zwinkert schelmisch: „Keine Sorge, ich weiß genau, wie sie das meint.“

Und so nimmt trotz trüben Wetters ein stimmungsvolles Fest seinen Lauf.

Weitere Infos im Internet: www.hof-elting.de