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Strohfiguren schmücken die Neuenkirchener Ortsteile So viel zu entdecken

Von Michael Woll

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Neuenkirchen. Noch gut eine Woche läuft die Abstimmung beim Strohfigurenwettbewerb anlässlich des 850-jährigen Jubiläums von Neuenkirchen. Heute stellen wir Ihnen die acht Kunstwerke vor, denen die liebevolle Detailarbeit der Bewohner der einzelnen Ortsteile anzusehen ist.

Eine Strecke von ungefähr 25 Kilometern ist zurückzulegen, um alle Figuren einmal zu sehen und damit jeden Ortsteil Neuenkirchens einmal zu besuchen. Mit im Gepäck sollte dabei stets die neue Stadtteilkarte von Neuenkirchen sein, auf der die acht Standorte verzeichnet sind.

Die übergeordnete Idee „Strohfiguren“ haben sich die Organisatoren um Gerhard Krämer ausgedacht, um mit der Erntethematik die kommende Jahreszeit zu berücksichtigen und gleichzeitig ländliche Traditionen ins Spiel zu bringen. Die Gestaltung der einzelnen Figuren war den Bürgern dagegen freigestellt, und so kamen acht „Strohmonumente“ zustande.

Vom Stadttor über die Dorfkneipe bis hin zum Wiederaufbau einer alten Kirche in Stroh ist dieser Tage alles in Neuenkirchen zu sehen. Und überall warten viele hübsche Details darauf, vom Betrachter entdeckt zu werden: Ein Wegweiser verrät, wo es nach Hannover geht und wo nach Preußen. Eine Figur hat sich von der Fußballbegeisterung anstecken lassen. Und im Neuenkirchener Freibad gibt es plötzlich Wellen!

Zum Glück werden auch die Strohkühe gemolken. Aber ob das so richtig ist, dass der Landwirt dabei Bier trinkt? Natürlich wird auch in der Strohkneipe getrunken – und Skat gespielt. Die Karten, die eine der Strohpuppen vor sich liegen hat, lassen allerdings nicht auf ein siegreiches Spiel hoffen: Karo ohne drei, ohne Ass und ohne Zehn – na dann Prost.

Und dann ist da noch der einsame Müller, an dessen Windmühle sich ein Schild befindet: „Müller sucht Frau.“ Auch er freut sich sicher sehr über einen Besuch! An einigen Standorten liegen Gästebücher aus, an anderen kann sich der Wanderer selbst bedienen – sofern er den dezenten Hinweis auf eine versteckte „Kornkammer“ zu deuten weiß.

Ob nun am Ende eine der Strohkühe das Rennen macht, ein Herr mit Anzug und Fliege die Wahlberechtigten überzeugt oder vielleicht doch das Freibad in der Gunst der Neuenkirchener ganz vorne liegt?

Wir werden es erfahren, und zwar im Rahmen des Jubiläumswochenendes: Am Sonntag, dem 5. September, findet um 17 Uhr in der Kirchenburg die Prämierung statt.

Insgesamt sollen die Strohfiguren bis zum 10. September stehen bleiben. Eine Verlängerung um eine Woche ist allerdings denkbar, wie Gerhard Krämer erklärte.

Es bleibt also noch ein wenig Zeit, sich die Kunstwerke im Original anzusehen.


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