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Ort des Ja-Worts Sommertour: Die gute Stube von Niederlangen ist die alte Schule

Von Stefan Prinz

<p>Empfang von EZ-Wanderer Stefan Prinz (Mitte) im Bürgerhaus. </p>

Empfang von EZ-Wanderer Stefan Prinz (Mitte) im Bürgerhaus.

Niederlangen. Die gute Stube von Niederlangen ist das Bürgerhaus, das bis 1963 noch die Schule des Ortes gewesen ist.

Für eine halbe Million Euro wurde das Gebäude aufwendig saniert und zu einem echten Schmuckstück für öffentliche Veranstaltungen umgebaut. Sogar das Standesamt zog hier ein. Im Zweiten Weltkrieg war die Schule ein Gefangenenlager. Nach den Kriegswirren zogen wieder Schüler und Lehrer in das Haus ein. Als der Ort in den 1960er-Jahren eine neue Schule baute, wurde das Gebäude verkauft, und der Turm wurde abgerissen. Der neue Eigentümer nutzte den Klassenraum als Lager. Außerdem entstanden eine Wohnung, ein Friseursalon und eine Bank.

Eine Besonderheit ist die alte Schulglocke, die nach langer Reise wieder in die alte Schule zurückgekehrt ist. Die Glocke wurde 1777 gegossen und im Aschendorfer Franziskanerkloster eingesetzt. 1927 kam sie schließlich in die Schule als Gebets-, Toten- und Feuerglocke. 1986 landete das Kleinod im Glockenturm beim Kriegerdenkmal – und später im Bürgerhaus.