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Kein Auftrag ohne Beschlüsse Badbergen: Heizungsanlage und Sanitärbereich der Turnhalle müssen saniert werden

Von Josef Pohl

<em>Die große Turnhalle</em> in Badbergen muss dringend saniert werden. Foto: Georg GeersDie große Turnhalle in Badbergen muss dringend saniert werden. Foto: Georg Geers

Badbergen. Das Nikolausturnen des TuS Badbergen hätte in der vergangenen Woche um ein Haar abgesagt werden müssen, denn die Heizungsanlage in der Turnhalle war wieder einmal ausgefallen. Und es war nicht das erste Mal, dass die Heizung ihren Geist aufgab. Auch an Duschen nach dem Sport ist oft nicht zu denken. Zustände, die, wenn es nach dem Rat der Gemeinde Badbergen geht, bald der Vergangenheit angehören sollen.

Das erklärte zumindest Bürgermeister Dietmar Berger (SPD) den bei der jüngsten Ratssitzung anwesenden Mitgliedern des Sportvereins. Er habe bereits früher das Bauamt „mit der Erstellung einer Aufgabenliste für die Ertüchtigung der Halle beauftragt“. Auf dieser Basis habe das Ingenieurbüro Fredeweß einen Gesamtsanierungsbedarf mit einer Gesamtsumme von 1409617 Euro festgestellt, aufgeteilt auf fünf Bauabschnitte

Berger führte weiter aus, dass er als unbedingt notwendige Maßnahme für zumindest die Heizungsanlage eine Summe über die SPD-Samtgemeinde-Fraktion beantragt habe. Gespräche mit dem Leiter des Bauamtes der Samtgemeinde hätten aber ergeben, dass lediglich eine Erneuerung der Heizungsanlage nicht sinnvoll sei. Im gleichen Zusammenhang müsste unter Berücksichtigung der hygienischen und sicherheitstechnischen Anforderungen (zum Beispiel Legionellen- und Verbrühungsschutz) eine Sanierung der Sanitäranlagen zusammen mit der Sanierung des Heizkessels sowie der Warmwasserbereitung erfolgen. Die Kosten hierfür beliefen sich auf geschätzte 201500 Euro.

„Ich möchte aber klarstellen, dass der Bürgermeister auf keinen Fall aus der momentanen Situation heraus Maßnahmen beauftragen kann ohne die entsprechenden parlamentarischen Beschlüsse und Vereinbarungen“, gab Berger deutlich zu verstehen.

Die SPD-Samtgemeindefraktion habe einen Antrag auf Bezuschussung durch die Samtgemeinde in die Haushaltsberatungen mit eingebracht. Der Antrag wurde im Ausschuss für Bauen und Planen angenommen. Am Donnerstag werde der Samtgemeinderat darüber entscheiden.

Gleichzeitig habe er für unseren Haushalt, der in der Sitzung dem Gemeinderat zur Bearbeitung vorgelegt werde, ebenfalls 100 000 Euro eingesetzt, so Berger. „Damit kann die Maßnahme nach Verabschiedung in beiden Räten umgesetzt werden.“

Weiter teilte der Bürgermeister in diesem Zusammenhang mit, dass auch noch ein Gespräch mit Heizungsfachleuten der Firma Einsiedel, die 16 Einheiten des Betreuten Wohnens im Ort errichten wird, gemeinsam mit dem Bauamt darüber stattgefunden habe, ob eine gemeinsame Nutzung und eine größere Anlage, zum Beispiel Blockheizkraftwerk, für eine spätere Erweiterung als Möglichkeit geplant werden kann, um Synergieeffekte zu erzielen.