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Landwirt muss nachpflanzen Fällaktion in Bippen beschäftigt Behörden

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<em>Zwei </em>der gefällten Bäume an der Schockländer Straße in Bippen.Foto: PolizeiZwei der gefällten Bäume an der Schockländer Straße in Bippen.Foto: Polizei

Bippen. Die fünf großen Eichen, die ein Landwirt an der Schockländer Straße in Bippen in der vergangenen Woche hat fällen lassen, liegen nicht – wie zunächst vermutet – auf dem Grund der Samtgemeinde Fürstenau. Das ist das Ergebnis einer Vermessung. Gleichwohl muss der Landwirt mit Konsequenzen rechnen.

Wie die zuständige Fachdienstleiterin Monika Kolosser und Samtgemeindebürgermeister Peter Selter am Dienstag berichteten, hat die Kommune ein Vermessungsbüro beauftragt, um die Eigentumsverhältnisse zu klären. Nun herrsche Klarheit: Die Bäume befänden sich nicht auf kommunalen Grund. Das heiße auch, dass die Samtgemeinde Fürstenau nicht den von der Polizei gestellten Strafantrag weiterverfolgen werde.

Der Landwirt hätte aber die Bäume nicht einfach so fällen dürfen, wie die Samtgemeindevertreter weiter erklärten. So sehe die Verordnung zum Schutz von Baumreihen, Hecken und Feldgehölzen des Landkreises Osnabrück vor, dass bei solchen Fällaktionen vorab eine Genehmigung eingeholt werden müsse. Die Untere Naturschutzbehörde sei inzwischen über die Fällaktion informiert und werde den Landwirt in dieser Sache anhören.

Der Landkreis Osnabrück bestätigte die Auskunft. Die Baumreihe an der Schockländer Straße unterliege der Verordnung. Gemäß Paragraf fünf sei es verboten, geschützte Gehölzbestände zu entfernen, zu zerstören oder anderweitig zu schädigen. Von den Verboten seien lediglich Pflege und Unterhaltungsmaßnahmen wie das abschnittsweise „Auf-den-Stock-setzen“ freigestellt, wenn ein Wiederausschlag der Gehölzstümpfe gewährleistet werden kann. Im Bippener Fall werde aufgrund des Alters der gefällten Gehölze ein ausreichender Stockausschlag nicht gegeben sein. Eine Nachpflanzung sei erforderlich, so ein Sprecher des Landkreises.

Da die Baumreihe an der Schockländer Straße außerdem im Flurneuordnungsgebiet liege, unterlägen alle Maßnahmen der Veränderungssperre. Zuständig sei hier das Amt für Geoinformation und Landentwicklung in Osnabrück.


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