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Keine Spur von Politikverdrossenheit Quakenbrück: Erstwähler diskutierten mit Lokalpolitikern

pm Quakenbrück. „In der Samtgemeinde Artland ist von der vermeintlich vorherrschenden Politikverdrossenheit der Jugendlichen im Lande nichts zu spüren“, freute sich Projektbetreuer Jürgen Banko nach der zweieinhalbstündigen Podiumsdiskussion mit Erstwählern dieser Tage im FIZ. Knapp 20 junge Erstwähler und -wählerinnen tauschten sich dabei intensiv mit den örtlichen Politikern über die Jugend- und Lokalpolitik aus.

Unter der Moderation von Alexander Wulfert, einem NDR-Journalisten, fand ein reger Meinungsaustausch statt. Die diskutierten Themen kamen von den jungen Leuten selbst. Sie waren zuvor von der Projektgruppe der jugendlichen Marktforscher unter der Leitung von Jürgen Banko erarbeitet worden.

Belebt wurde die Diskussion stets durch eigene Akzente und Erfahrungen des Publikums.

Die einzelnen Themenfelder wurden während der Veranstaltung gezielt vom Moderator eingesetzt, um den Gesprächsfaden und letztendlich auch die Uhr im Blick zu behalten.

Interessante Anregungen für die Parteien kamen von den Jugendlichen auch zu der aktuellen Darstellung und Visualisierung im Wahlkampf.

Sie regten an, die Info-Stände auf dem Marktplatz sollten informativer werden, die Kandidaten beziehungsweise Mitglieder der Parteien sollten stärker persönlich präsent sein und zum Gespräch einladen.

Dialog erwünscht

Zudem wünschen sich die Jugendlichen aussagekräftigere Wahlplakate, auf denen nicht nur die jeweiligen Kandidaten porträtiert werden sollten. Vielmehr sollten diese Plakate auch die Thesen und Ansichten widerspiegeln, für die die Kandidaten stünden beziehungsweise sich einsetzten.

Alles in allem fühlen sich die jungen Artländer nicht politikverdrossen. Im Gegenteil, sie wünschen sich weitere Angebote zum Dialog mit der Politik.

„Es fehlt nur noch an konkreten Ansprechpartnern, mit denen wir einen tieferen Einstieg in anstehende Themen wagen können und die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen“, stellte ein Jugendlicher fest.

Aus dem Kreis der Marktforscher ist ferner geplant, einen „Jugendbeauftragten“ zu ernennen, der die Interessen dieser Altersgruppe gegenüber der Politik repräsentieren und stärker vertreten soll.

Der intensive „Generationsübergreifende“ Dialog ist als Teil des von der Samtgemeinde Artland initiierten Jugendbeteiligungskonzeptes entstanden, mit dem junge Menschen stärker in die politischen Prozesse einbezogen werden sollen.

Zufrieden zeigten sich nach der Diskussionsrunde sowohl die Initiatoren der Veranstaltung als auch die Vertreter der auf Samtgemeindeebene kandidierenden politischen Parteien.

Weitere Informationen über die Erstwähler-Veranstaltung und die Jugendarbeit in der Samtgemeinde sind unter www.jugendpower-artland.de oder per E-Mail banko@jugendpower-artland.de abzurufen.