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Kosten: 1,1 Millionen Straßen im Ortskern müssen saniert werden

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Eggermühlen. Was für ein finanzieller Brocken. 1,1 Millionen Euro kostet die dringend notwendige Sanierung von Straßenzügen im Eggermühlener Ortskern. Das haben Fachleute errechnet. Normalerweise müssten sich die Gemeinde und 90 betroffene Anlieger die Kosten im Verhältnis von 40 zu 60 Prozent teilen – für viele Bürger eine Menge Geld. Doch gibt es die einmalige Chance, kurzfristig noch 460000 Euro aus dem Topf der Dorferneuerung zu bekommen. Das wäre eine enorme Erleichterung. Dennoch müssten die Bürger eine erhebliche Last tragen. Machen sie das mit? Diese Frage wird vielleicht am 27. Oktober,19 Uhr, bei Böhmann beantwortet sein. Dann ist eine Versammlung geplant.

Noch einmal zum Hintergrund: In der Vergangenheit hatte es im Ortskern – zum Beispiel an der Blumenstraße – immer wieder Versackungen gegeben. Um den Dingen auf den Grund zu gehen, untersuchten schließlich Fachleute vom Wasserversorgungsverband in Bersenbrück den Untergrund der Straßen. Das Fazit: Das vorhandene Schmutzwassersystem ist nach 40 Jahren immer noch weitgehend in einem guten Zustand, allerdings gibt es bei der Entwässerung einige gravierende Mängel – teilweise liegen die Rohre nicht richtig, teilweise sind sie zu klein dimensioniert. Das ist derzeit noch kein großes Problem, wird aber spätestens dann eines, wenn im Bereich des Sternbusches in einigen Jahren der Überlauf geschlossen werden muss. Dann sind Überschwemmungen am Friesenweg, an der Hammerstraße und an der Blumenstraße programmiert. Kurzum: Es gibt Handlungsbedarf.

Rein theoretisch könnte die Gemeinde Eggermühlen zwar noch das ein oder andere Jahr warten, allerdings wäre das sehr kurzfristig gedacht, wie Bürgermeister Markus Frerker in der jüngsten Ratssitzung klarmachte. Jetzt –und nur jetzt – bestehe noch die Möglichkeit, Geld von der Behörde für Geoinformationen, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) im Rahmen der Dorferneuerung zu bekommen. Dies setzte allerdings voraus, dass die Eggermühlener schnell handelten. Bis November 2011 müsse das Projekt abgewickelt sein, um in den Genuss der Fördergelder zu gelangen. Wenn die Bürger am 27. Oktober zustimmten – über ihren Kopf hinweg solle nichts entschieden werden –, dann könne die Gemeinde bereits Ostern mit den Arbeiten beginnen, betonte Markus Freker.

In das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden könnten der Friesenweg, die Wiesenstraße, die Bergstraße, die Gartenstraße, die Blumenstraße, die Badberger Allee und die Hammerstraße. Insgesamt geht es um 1,5 Kilometer Straße, an denen die Entwässerung verlegt oder erneuert werden muss. Im Zuge dieser Arbeiten sollen zudem Leitungen und Gehwege – die auf Privatgrund liegen – in den öffentlichen Raum zurückgeführt werden, wie Markus Frerker weiter erklärte.

Alle Details wird die Gemeinde Eggermühlen in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Ingenieurbüro Tovar und Partner sowie dem Wasserversorgungsverband am 27. Oktober ausführlich vorstellen – einschließlich der Neugestaltung der Straßen.

Die Fraktionen im Gemeinderat haben sich bereits einstimmig dafür ausgesprochen, das Projekt alsbald anzugehen. Günstiger werde die Sanierung der Hydraulik nicht wieder zu haben sein, hieß es unisono.


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