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Hubertus-Bläserkorps Silberheller Klang seit 40 Jahren zu hören

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Ein Bild aus dem Fotoalbum: Die Gründungsmitglieder des Hubertus-Jagdhornbläserkorps Voltlage-Merzen waren (von links) Günter Grüter, Josef Mertens, Walter Grüter, Werner Lodecke, Rolf Krone und Georg Voss. Foto: ArchivEin Bild aus dem Fotoalbum: Die Gründungsmitglieder des Hubertus-Jagdhornbläserkorps Voltlage-Merzen waren (von links) Günter Grüter, Josef Mertens, Walter Grüter, Werner Lodecke, Rolf Krone und Georg Voss. Foto: Archiv

Merzen/Voltlage. Wenn Jäger auf die Pirsch gehen, dann gehört hinterher das Verblasen der Strecke, also der erlegten Tiere, dazu. Diesen Brauch wollten Ende der 1960er-Jahre auch einige Waidmänner des Hegerings Voltlage-Merzen einführen. Ihre Idee: Interessierte sollten dazu das notengerechte Blasen deutscher Jagdsignale erlernen.

Gesagt, getan. 1969 hatten sich sechs passionierte Waidmänner um Josef Mertens versammelt und einige erste Übungsstunden absolviert. Einige Monate später, am3. März 1970, kam es dann in der Gaststätte Sunder-Lammerding in Merzen zur offiziellen Gründung des Hubertus-Jagdhornbläserkorps Voltlage-Merzen.

Erster Vorsitzender und Chorleiter war Josef Mertens. Das Bläserkorps, so ist den Aufzeichnungen zu entnehmen, ist bis heute eine selbstständige Gruppe innerhalb des Hegerings. Den Vorsitz hat bis heute Günter Grüter als Bläserobmann inne, dem zwischen Juni 1971 und März 2005 auch die musikalische Leitung oblag und der sie dann, nach immerhin 35 Jahren, in die Hände von Stefan Johannigmann übergab.

Wenn Grüter auf die vergangenen vier Jahrzehnte zurückblickt, dann schwingt durchaus Stolz mit. Denn die Erfolge des heute 22-köpfigen Ensembles lassen sich sehen und hören. Weit mehr als 60 Bläser sind in dieser Zeit ausgebildet worden. Das sei ein Zeichen für gezeigte Disziplin und Spaß an diesem Hobby. Grüter weiß, wovon er spricht, denn als Bläserobmann arbeitet er seit mehr als zwei Jahrzehnten auch in der Jägerschaft Bersenbrück und auf Bezirksebene. Die Erfolge, die die Merzener und Voltlager Bläser bei vielen Wettbewerben erreichten, seien eine schöne Erinnerung, sagt Grüter. Davon zeugten die vielen Abzeichen, Urkunden bei den „Männern der ersten Stunde“.

Schon 1972, zwei Jahre nach der Gründung, fuhren die Bläser zum Landeswettbewerb nach Springe. Die Hornfesselspange in Bronze war in ihrer Klasse der Lohn für die Mühen. Zuletzt nahmen einige Mitglieder des Hubertus-Jagdhornbläserkorps im emsländischen Sögel bei einem Landeswettbewerb teil. Mit Erfolg, denn sie kehrten mit einer bronzenen Hornfesselspange und Urkunden zurück. Vor allem freut Günter Grüter, dass es immer wieder Interessierte gibt, die sich dem Jagdhornblasen verschreiben.

Auch aus dem öffentlichen Leben in Merzen und Voltlage sind die Jagdhornbläser nicht wegzudenken. Bei vielen Veranstaltungen sind die Mitglieder dabei und stoßen in die Hörner. Der silberhelle Klang ihrer Instrumente bei Jubiläen und Festlichkeiten, heißt es, trage zu deren Gelingen bei.

Die Feier des 40-jährigen Bestehens beginnt am heutigen Samstag um 17 Uhr mit einer Hubertusmesse in der Schützenhalle Südmerzen, anschließend folgen Festakt mit Grußworten, Vorträge befreundeter Gruppen und Musik mit den „Renslagern“.


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