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Stadt will auch Straße sanieren Quakenbrück: Im „Rote-Tinte-Viertel“ soll im Sommer der Regenkanal erneut werden

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Quakenbrück. Den Schmutzwasserkanal hat der Wasserverband Bersenbrück im Quakenbrücker „Rote-Tinte-Viertel“ bereits erneuert, in Kürze ist der Regenwasserkanal an der Reihe. Und wenn schon einmal gebaut wird, möchte die Stadt Quakenbrück die Gelegenheit nutzen und die Straße in diesem Bereich ebenfalls wieder in einen ordentlichen Zustand bringen.

Die Sanierung des Schmutzwasserkanals haben die Bürger gar nicht so richtig mitbekommen, denn der erfolgte im sogenannten Inliner-Verfahren. Beim Oberflächenwasser sieht das hingegen schon etwas anders aus, denn dabei muss kräftig gebuddelt werden. Da die Kanalrohre, wie Kontrollen per Kamera ergeben haben, teilweise abgängig sind, besteht aus Sicht des Wasserverbandes Handlungsbedarf. Zudem reichen die Querschnitte nicht aus. Das Artland- Gymnasium habe deshalb schon eine Entlastung gebaut.

Wie der Wasserverband auf Anfrage bestätigte, sollen die Arbeiten bereits in den nächsten Wochen ausgeschrieben werden. Und dem Verband bleibt nur ein kleines Zeitfenster für die Kanalarbeiten, denn mit Blick auf das Artland-Gymnasium können die Arbeiten nur in den Sommerferien in Angriff genommen werden, Not- und Rettungswege zur Schule müssen ja auch erhalten bleiben. An der entsprechenden Verkehrsführung wird zusammen mit der Stadt Quakenbrück gearbeitet.

Auch wenn die Kasse der Stadt Quakenbrück nicht gerade prall gefüllt ist, sprach sich der Bauausschuss dafür aus, Mittel für den Ausbau der Straße Am Deich in den Haushalt 2012 einzustellen. Wenn der Wasserverband in diesem Jahr den Regenwasserkanal erneuere, wäre es aus Sicht der Ausschussmitglieder unsinnig, später noch einmal mit Baumaßnahmen anzufangen. Genaue Detailplanungen, so Klaus Robken vom Bauamt der Stadt, gebe es noch nicht. In der kommenden Woche wird sich der Verwaltungsausschuss der Stadt noch einmal mit der Finanzierung befassen.

Die Stadt Quakenbrück will zudem im Vorfeld bei einer Anliegerversammlung die Planungen näher vorstellen. Und dabei werden auch die Kosten eine Rolle spielen, denn schließlich müssen die Bürger ja auch Anliegerbeiträge bezahlen. Das größte Grundstück in diesem Bereich ist aber im Besitz des Landkreises Osnabrück, denn der muss die Anliegerbeiträge für das Artland- Gymnasium tragen.

Kopfschmerzen bereiten bei den Planungen noch etwas die Bäume in diesem Bereich. Bei einer Kontrolle mit dem Förster stellte sich heraus, dass einige Bäume nicht zu halten sind. Bei einer Verlegung der Kanalrohre mit einem Querschnitt von einem Meter unter der Fahrbahnmitte dürfte das Wurzelwerk aller Bäume beschädigt werden. So zeichnet sich ab, dass wohl an einer Straßenseite die Bäume weichen müssen und dort der Regenwasserkanal verlegt wird.


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