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12300 Euro für Fenster Spende vom Osnabrücker Club für Bergkirche

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<em>Das im Krieg zerstörte Fenster,</em> das (v.l.) Günter Baum, Friedhelm Knüppe, Peter Wüsthoff, Fritz Brickwedde, Wiard Müntinga, Hermann Elstermann und Alfred Mengel zeigen, dient als Muster für die neuen Fenster, die jetzt nachgebaut werden können. Foto: Elvira PartonDas im Krieg zerstörte Fenster, das (v.l.) Günter Baum, Friedhelm Knüppe, Peter Wüsthoff, Fritz Brickwedde, Wiard Müntinga, Hermann Elstermann und Alfred Mengel zeigen, dient als Muster für die neuen Fenster, die jetzt nachgebaut werden können. Foto: Elvira Parton

Osnabrücker. Mit einer Spende von zusammen 12300 Euro fördern 14 Mitglieder des Osnabrücker Clubs von 1793 die Restaurierung von Fenstern der Bergkirche. Die Wiederherstellung der Fenster ist das I-Tüpfelchen auf der Restaurierung der reformierten Kirche aus dem Jahr 1893.

Mit den derzeit eingebauten Fenstern sind die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Originalfenster unter der Empore nach 1945 ersetzt worden. Präses i.R. Alfred Mengel, Vorsitzender des Kirchbauvereins der Bergkirche , erinnern die Ersatzeibauten an die Fenster einer Dorfkneipe: in Blech gefasste Glasrechtecke in Hellbraun, Babyblau und Gelb.

Bei den Sanierungsarbeiten im Keller der Kirche ist ein originales Fenster aus dem Jahr 1893 gefunden worden, das trotz großer Schäden durch eine Luftmine noch so gut erhalten ist, dass originalgetreue Nachbildungen möglich sind. Nach diesem Muster sollen im Laufe dieses Sommers die 28 Fenster angefertigt werden. Die Rekonstruktion von 21 Fenstern ist durch Bundes-, Landes- und Mittel der evangelisch-reformierten Kirche gesichert. Zur Finanzierung der restlichen sieben Fenster haben Mitglieder des Osnabrücker Clubs durch persönliche Spenden beigetragen.

Die 1893 gebaute Kirche, gestaltet vom Berliner Regierungsbaumeister Otto March , strahlt seit April 2012 nach zweijähriger Renovierungsphase wieder in altem Glanz: Die ursprünglichen, in den 50er-Jahren übertünchten Malereien im Inneren sind wieder freigelegt. Das Holz der Bänke, der Kanzel und der Brüstungen, das mit Schadstoffen belastet war, ist saniert.

Die Sanierung der Bergkirche sowie der Um- und Neubau des angrenzenden Gemeindehauses waren möglich geworden, weil zuvor drei reformierte Kirchen in der Stadt verkauft worden waren. Der erzielte Erlös von 1,5 Millionen Euro wurde fast komplett in das insgesamt 1,7 Millionen Euro teure Bauprojekt investiert. Der Umbau des alten Gemeindehauses ist ebenfalls abgeschlossen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die reformierte Landeskirche haben die Gemeinde mit je 200000 Euro unterstützt.


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