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Ungleiches Derby in Varus-Arena Ersatzgeschwächte Kalkrieser treffen auf selbstbewusste „Löwen“

Von Bernhard Tripp

<em>Verbissene Zweikämpfe</em> dürften auch die Neuauflage des Derbyklassikers zwischen Merzen und Kalkriese in der Varus-Arena prägen. Foto: Rolf Kamper/ArchivVerbissene Zweikämpfe dürften auch die Neuauflage des Derbyklassikers zwischen Merzen und Kalkriese in der Varus-Arena prägen. Foto: Rolf Kamper/Archiv

Kalkriese. Mit einer gehörigen Portion Respekt sieht Kalkrieses Trainer Christian Heyer dem Altkreis-Klassiker gegen die Merzener „Löwen“ entgegen. Am Samstag erwarten die Schwarz-Weißen in personell angespannter Lage den Spitzenreiter der Bezirksliga 5. Um 15 Uhr sind in der Varus-Arena die Vorzeichen für beide Mannschaften nicht nur wegen des Tabellenplatzes ungleich. „Ich kann aus dem Vollen schöpfen“, strotzt Merzens Trainer Nico Fehlhauer nur so vor Selbstbewusstsein, während Heyer erst einmal sein „Lazarett“ sichten muss.

Der FCK-Trainer hofft ein wenig darauf, dass das mit vielen Emotionen begleitete Lokalderby wegen seiner notorisch eigenen Gesetze zusätzliche Kräfte mobilisiert, um dem hohen Favoriten ein Beinchen stellen zu können. Wichtig sei, nicht früh in Rückstand zu geraten und den Spielaufbau der Gäste früh zu stören. Heyer weiß um die offensiven Qualitäten der „Löwen“ und kündigt eine „gesicherte Defensive“ an.

Fehlhauer nimmt die Favoritenrolle an und verspricht, gegen die heimstarken Kalkrieser Tempo zu machen und auf eine frühe Führung zu drängen, gleichzeitig aber auch engagiert die Zweikämpfe anzunehmen und möglichst wenige Chancen zuzulassen. Dem spielerischen und taktischen Konzept des 37-Jährigen kommt der im Vergleich zur heimischen Löwenkampfbahn große Platz an der Alten Heerstraße entgegen. „Wir wollen gewinnen und bis zur Winterpause oben bleiben“, lässt Merzens Trainer keinen Zweifel daran, als Spitzenreiter in die Rückrunde starten zu wollen.

Heyer dagegen richtet sich auf einen bedingungslosen Abwehrkampf ein und möchte sich möglichst gut aus der Affäre ziehen. Mit einem Punkt wäre der Kalkrieser vollauf zufrieden, weiß aber auch, dass dafür gegen den Erzrivalen jeder Schwarz-Weiße über sich hinauswachsen muss.