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Matthias Drerup nutzt Angebot Als Ingenieur in Lingen studieren

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<em>Matthias Drerup</em> (links) hat sich in Lingen für den berufsintegrierenden Masterstudiengang für Maschinenbauingenieure beworben. Personalleiter Thomas Schnelling vom Maschinenbauunternehmen Renk in Rheine begrüßt das sehr. Foto: Thomas PertzMatthias Drerup (links) hat sich in Lingen für den berufsintegrierenden Masterstudiengang für Maschinenbauingenieure beworben. Personalleiter Thomas Schnelling vom Maschinenbauunternehmen Renk in Rheine begrüßt das sehr. Foto: Thomas Pertz

Rheine/Lingen. So einen wie Matthias Drerup möchte das Maschinenbauunternehmen Renk in Rheine gern behalten. Der 26-jährige Ingenieur ist in dem Unternehmen, Produzent von Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsysteme, ein hoch angesehener Kollege. Aber der Neuenkirchener, der bei Renk und auf dem Campus Lingen ein duales Studium mit Bachelor-Abschluss absolviert hat, möchte weiterkommen und ein Masterstudium draufsatteln. Also tschüss in Rheine?

Nein. Drerup nutzt die Möglichkeit, Arbeit und Studium miteinander zu verbinden. Er hat sich für den berufsintegrierenden Masterstudiengang „Technologieanalyse, -engineering und -management“ in Lingen beworben – mit voller Unterstützung seines Unternehmens. Angeboten wird er im kommenden Wintersemester vom Institut für Duale Studiengänge .

Maschinen haben es Drerup, der auf einem Bauernhof in Neuenkirchen aufgewachsen ist, schon von Kindesbeinen an angetan. Inzwischen kennt sich der junge Mann nicht nur mit der Konstruktion von technisch hochkomplexen Bauteilen aus, er weiß auch, wie sie sich anfühlen. Nach dem Abitur hat er erst einmal eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht, danach mit dem Ingenieursstudium begonnen und es mit großem Erfolg beendet.

Und warum versucht er nun, obwohl er beruflich bei Renk fest im Sattel sitzt, parallel zur Arbeit weiter zu büffeln? „Versuchen? Ich möchte den Master nicht versuchen, sondern machen“, stellt der junge Mann klar, dass er die zusätzliche Ochserei stemmen will, um sich in seinem Job weiter zu qualifizieren.

Thomas Schnelling hört das gern. Der Lingener ist Personalleiter bei Renk. „Wir legen Wert auf eine sehr qualifizierte Belegschaft“, verweist er darauf, dass die meisten der 500 Mitarbeiter im Unternehmen Facharbeiter seien, 80 Prozent sogar im Haus selbst ausgebildet.

„Das wäre für uns schon schlimm gewesen, wenn sich Herr Drerup für ein Masterstudium als Vollzeitstudium weg vom Betrieb entschieden hätte“, sagt Schnelling.

Büffeln nach Feierabend

Da traf es sich gut, dass dieser weiter bei Renk als Ingenieur arbeiten wollte, ohne auf das Studium zu verzichten. „Mir ist es wichtig, im Berufsalltag zu bleiben“, möchte der junge Ingenieur seine praktischen Erfahrungen weiter vertiefen.

Das Unternehmen nimmt dafür in Kauf, während des auf sechs Semester angelegten Master-Studiengangs pro Semester drei Wochen auf seinen Mitarbeiter zu verzichten. „Wir sind ein technikorientiertes Unternehmen. Wenn wir die Qualitätsführerschaft beanspruchen, brauchen wir Topleute mit Bachelor- und Masterabschlüssen“, beschreibt Schnelling die Herausforderungen der Personalplanung.

Drerup wiederum weiß, dass so ein berufsintegrierendes Masterstudium mit jeder Menge Büffeln nach Feierabend verbunden ist. Da komme natürlich einiges auf einen zu, macht er sich keine Illusionen darüber, dass gleichzeitiges Arbeiten und Studieren kein Zuckerschlecken ist.

„Aber es wird schon klappen“, sagt der junge Mann. Was er nicht sagt, ist, dass er bereits den Bachelor-Studiengang als einer der Besten abgeschlossen hat. Der 26-Jährige weiß, was er kann, muss das aber nicht jedem auf die Nase binden. Hauptsache, sein Betrieb weiß es.


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