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Firmenbesuch statt Feldbegang Grimme wächst und wächst - jetzt am Standort Rieste

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              <b>Felix Lingens </b>führte die Landwirte durch das Grimme-Werk im Niedersachsenpark. <Cust strParam="FH">Foto: Ilona Uphaus</Cust></p>

Felix Lingens führte die Landwirte durch das Grimme-Werk im Niedersachsenpark. Foto: Ilona Uphaus

Rieste. Der neue Standort des Dammer Unternehmens Grimme im Niedersachsenpark ist ein Besuchermagnet. Statt der beim „Feldbegang“ des Vereins landwirtschaftlicher Unternehmer (VLU) üblichen rund 100 Teilnehmer konnte der Vorsitzende des VLU, Christian Bielefeld, fast doppelt so viele Mitglieder begrüßen.

In zwei Gruppen machten sich die Landwirte auf den Weg. Uwe Schumacher, Geschäftsführer der Niedersachsenpark-GmbH, führte die erste zu Fuß durch die Straßen und erläuterte die Entwicklung des interkommunalen Industriegebietes. Felix Lingens von der Landmaschinenfabrik Grimme nahm die zweite Gruppe mit. Auf rund 22 Hektar der Firma, die Hälfte davon als Optionsfläche, stehen zwei Hallen mit 9600 und 10600 Quadratmeter Nutzfläche. In der ersten läuft die Bandfertigung im Dreischichtbetrieb. Der Bau der zweiten Halle, der laut Lingens „ursprünglich für ein paar Jahre später geplant war“, ist nahezu abgeschlossen. Seit Anfang Juni werden hier die Selbstfahrer-Rübenroder montiert, während in Damme weiterhin gefertigt werde, so Lingens. In Damme aufgrund der eingeschränkten Platzmöglichkeiten zum „Umbau- und Umreiß-Weltmeister“ geworden, habe die Firmenleitung sich „zum Glück“ für den Standort in Rieste entschieden und die Hallen vorausschauend dimensioniert. Die Selbstfahrer mit ihrer „hohen technischen Komplexität“ werden im neuen Werk in Linie montiert. Die Hydraulik sei hier eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter. Lingens hob die Variantenvielfalt des Unternehmens mit rund 22000 Einzelartikeln hervor. Er erläuterte die Problematik der Planung und der Saisonalität. „Im Dezember bestellt niemand einen Selbstfahrer“, machte er deutlich. Frühestens im März gingen die ersten Aufträge ein, die bis August oder September abgewickelt sein müssten. Das bedeute für die Mitarbeiter „Stunden knüppeln, wenn andere in Urlaub fahren“. Bis zu 56 Stunden in der Woche werde dann gearbeitet. Überstunden, die in der Winterpause abgefeiert werden. Die Firma habe aufgrund des enormen Umsatzschubs „gewaltig viele Mitarbeiter dazubekommen“. Rund 1500 Leute arbeiten inzwischen in Damme und Rieste. 85 Prozent der Maschinen gingen ins Ausland, berichtete Lingens weiter. Die Besuchergruppe schaute in Halle 1 den Mitarbeitern bei der Fertigung der Sieb- und Bürstenbänder über die Schulter und bestaunte in Halle 2 die Kolosse der Rübenroder in unterschiedlichem Montage-Stadium. Nächstes Jahr kommt die Montage der selbst fahrenden Kartoffelroder hinzu.

Mehr über das Unternehmen finden Sie auf www.grimme.de .


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