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Dirk Kopmeyer legt Amt nieder „Ich würde Menslage nicht gerecht“

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Dirk Kopmeyer ist seit November 2001 Bürgermeister von Menslage. Foto: privatDirk Kopmeyer ist seit November 2001 Bürgermeister von Menslage. Foto: privat

Menslage. Dirk Kopmeyer hat nachgedacht und sich entschieden. „Ich trete vom Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Menslage zurück“, teilte der CDU-Politiker gestern dem „Bersenbrücker Kreisblatt“ mit. Eine Nachricht, die nicht ganz überraschend kam.

Bereits Anfang Februar hatte der Menslager, der seit November 2001 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde ist, angekündigt, sich Gedanken über sein weiteres Engagement in der Kommunalpolitik zu machen. Damals wählten die Mitglieder des Kreistages des Landkreises Emsland den Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes zum neuen Kreisbaurat. Dieses Amt hat Kopmeyer am 1. September angetreten. Seitdem sei er für sechs Fachbereiche und 250 Mitarbeiter in der Meppener Kreisverwaltung verantwortlich, sagte er.

Nach reiflicher Überlegung habe er sich deshalb entschieden, das Amt des Bürgermeisters zum 20. September niederzulegen. „Ich bin weder amtsmüde noch frustriert. Aber ich tue Menslage keinen Gefallen, wenn ich im Amt bleibe“, sagte der Bürgermeister. Die neue Aufgabe als Kreisbaurat mit einer Vielzahl von Aufgaben und Terminen koste Zeit, und diese Zeit fehle ihm als Bürgermeister „seiner“ Gemeinde. „Ich könnte nicht mehr so präsent sein, wie ich es eigentlich sein müsste.“ Auch den eigenen Ansprüchen an die Amtsführung könne er nicht mehr entsprechen. Kopmeyer: „Andere Gründe spielen keine Rolle.“

Der Umweltingenieur, der seit 1991 beim Landkreis Emsland arbeitet, hat seinen Worten zufolge „den Job für die Gemeinde immer gerne gemacht“. Am Montag, 20. September, will er dem Gemeinderat seinen Rücktritt förmlich mitteilen „und den Weg frei machen“, wie er gestern auf Nachfrage des „Bersenbrücker Kreisblatts“ ergänzte. Zu einem möglichen Nachfolger äußerte er sich aber nicht. Der CDU-Politiker ließ außerdem offen, ob er auch sein Mandat im Rat der Gemeinde Menslage niederlegt. „Das werde ich mir genau überlegen.“

Dirk Kopmeyer dankte allen Fraktionen im Gemeinderat „für die vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Alle fühlten sich in erster Linie der Gemeinde und nicht einer politischen Grundrichtung verpflichtet. „Das ist in Menslage seit Langem Tradition. Diese gilt es zu bewahren“, wünschte er sich.


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