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Heimatverein ausgezeichnet 5. Neuenkirchener Sonntag - Ohne das Ehrenamt läuft nichts

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Neuenkirchen. Einfühlsame Bläserklänge, wohlgesetzte Reden und strahlende Geehrte – das alles eingebettet in das unverwechselbare Flair des Hofes Seidel in Suttorf: Im Rahmen des 5. Neuenkirchener Sonntages sind jetzt der frühere Bürgerbüroleiter und Multifunktionsträger im Ehrenamt, Gerhard Krämer, und der Heimatverein Neuenkirchen für ihr uneigennütziges bürgerschaftliches Engagement von Ortsbürgermeister Volker-Theo Eggeling mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet worden.

„Wodurch funktioniert unsere Gesellschaft? Durch Firmen, die Gewinn erzielen wollen? Durch Politiker, die Vorgaben machen? Ich glaube, die Gesellschaft funktioniert zu großen Teilen nur deshalb, weil es Menschen gibt, die sich für das Gemeinwesen engagierten. Und die fragen dann oftmals nicht, wie hoch ihr Lohn ist“, machte stellvertretender Ortsbürgermeister Alfred Reehuis deutlich, der als Moderator durch das Programm führte. Für ihn gab es keinen Zweifel: „Ohne soziales Engagement, ohne ehrenamtliche Arbeit würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Wir können schlichtweg nicht alles bezahlen, was an guter und notwendiger Arbeit geleistet wird. Aber wir wollen zumindest Danke sagen – und daher dieser Neuenkirchener Sonntag, der jetzt zum fünften Mal durchgeführt wird.“

Der Ortsrat Neuenkirchen möchte den ehrenamtlich Tätigen an diesem besonderen Tag das Gefühl geben, dass ihre Leistungen gesehen und anerkannt werden, sagte Ortsbürgermeister Volker-Theo Eggeling. Und das geschehe aus gutem Grund; denn diese Menschen gäben der Gesellschaft etwas vom Besten, das sie haben: Lebenszeit, Kraft und Verantwortungsbereitschaft.

In seiner Laudatio auf Gerhard Krämer stellte der Kommunalpolitiker eines mit Nachdruck heraus: „Wer da meint, Gerd habe doch als Bürgerbüroleiter ein städtisches Amt bekleidet, und das sei kein Ehrenamt gewesen, hat nicht erkannt, dass er weit über seine Berufspflichten hinaus sich über Jahrzehnte hinweg uneigennützig engagiert hat.“ Eggeling hob dann das freiwillige Wirken Gerhard Krämers als Förderer der Jugend-, Freizeit- und Bildungsstätte Neuenkirchen hervor. Aber auch in anderen Bereichen habe sich der frühere Bürgerbüroleiter ehrenamtlich mit Rat und Tat eingebracht. Zum Beispiel in der Elternvertretung und im Förderverein der Realschule, im Siedlerbund auf zwei Organisationsebenen, im Arbeitskreis Dorferneuerung, im Stiftungsausschuss des Altenzentrums, im Kirchenkreistag, im Diakonieausschuss und im Vorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hoyel.

„Für all deine Leistungen, die du für uns erbracht hast, derzeit erbringst und künftig noch erbringen wirst, spreche ich dir ein ganz herzliches Dankeschön aus“, sagte Volker-Theo Eggeling an Gerhard Gerhard Krämer gerichtet und fügte hinzu: „Du hast dich in einer Weise über Jahrzehnte um Neuenkirchen verdient gemacht, die kaum zu toppen ist.“

In seiner Erwiderung bekannte Gerhard Krämer, das alles gern gemacht zu haben. „Ein Highlight in meinem Leben stellte die Organisation der 850-Jahr-Feier Neuenkirchen dar“, betonte der Redner. „Es war ein schönes Fest – und am Ende hat sogar die Kasse gestimmt.“

Was ist Heimat? Diese Frage stellte Hartmut Wippermann in den Mittelpunkt seiner Laudatio auf den Heimatverein Neuenkirchen. Heimat bleibe immer aktuell, „weil sie den Menschen helfe, einen persönlichen Platz in unserer Gesellschaft, in dieser Welt zu finden“. Hier setze die Arbeit des Heimatvereins Neuenkirchen an, der vor wenigen Jahren mit dem Vereinsdomizil am Kirchplatz eine eigene Heimat gefunden habe. Anschließend ging der Vorsitzende des Heimatvereins Melle auf die zahlreichen Aktivitäten ein, die die Neuenkirchener Heimatfreunde entfalten – von der Ausrichtung von Vortragsabenden, Wanderungen, Lesungen und Konzerten über die Durchführung von Börsen und Workshops bis hin zur Instandhaltung und Kennzeichnung von Wanderwegen. Dank des Einsatzes von Erich Voß, der zu Beginn dieses Jahres verstarb, sei inzwischen im Heimathaus ein Archiv entstanden, das sich als „Gedächtnis des Ortes“ präsentiere. Und: Durch spezielle Aktionen habe der Verein auch Kinder und Jugendliche in seine Arbeit eingebunden.

Der Heimatverein Neuenkirchen werde, betonte der Vorsitzende Wilfried Buddenbohm nach der Entgegennahme des Preises, seine Aktivitäten „weiterhin dahingehend ausrichten, unsere Heimat so mitzugestalten, dass wir uns alle wohlfühlen.“ Ein Schlusswort, das viel Beifall nach sich zog.


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