zuletzt aktualisiert vor

Reaktion auf Publikumsschwund Jazz-Clubs aus Dissen und Osnabrück arbeiten jetzt zusammen

Meine Nachrichten

Um das Thema Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

<em>Das Ende der Abgrenzung:</em> Klaus-Dieter Pott, Hans Biewener, Claus Cronemeyer und Werner Tietz vereinbarten eine bessere Abstimmung zwischen den beiden Jazz-Clubs aus Osnabrück und dem Südkreis. Foto: Horst TroizaDas Ende der Abgrenzung: Klaus-Dieter Pott, Hans Biewener, Claus Cronemeyer und Werner Tietz vereinbarten eine bessere Abstimmung zwischen den beiden Jazz-Clubs aus Osnabrück und dem Südkreis. Foto: Horst Troiza

Dissen/Osnabrück. Die Kräfte bündeln, ohne das eigene Profil zu verlieren – so lautet das neue Konzept der Verantwortlichen des Jazz Clubs Dissen/Bad Rothenfelde und des Park-Lane-Jazz-Clubs aus Osnabrück. Damit wird eine lang währende Phase der Abgrenzung beendet.

Sie sind seit Jahrzehnten Institutionen auf dem Gebiet der Jazz-Musik. Der bereits 1960 offiziell gegründete Park-Lane-Jazz-Club und der seit 1986 aktive Jazz-Club aus dem Südkreis bieten in der Region die wichtigsten Anlaufpunkte für Fans von Traditional bis Swing. Während der eine mit den Clubräumen im Dissener Bahnhof für seine Veranstaltungen eine feste Anlaufstelle bietet, wechseln die anderen in der Regel vom Hotel Ibis in Osnabrück zum Blue Note im Cinema-Arthouse, zuweilen werden auch andere Spielstätten frequentiert.

Bisher haben beide Vereine „ihr eigenes Süppchen gekocht“, wie der Geschäftsführer des Osnabrücker Clubs, Klaus-Dieter Pott, es ausdrückt. Die Auswahl der Bands oder der Termine für die Konzerte wurde nach eigenem Dafürhalten getroffen. Immer wieder einmal geschah es, dass Fans sich entscheiden mussten, ob sie am Abend lieber die eine Combo in Dissen oder die andere in Osnabrück hören wollten. Das sorgte für einigen Unmut.

„Das wird es nicht mehr geben, wir stimmen die Termine jetzt ab.“ Hans Biewener, der Vorsitzende des Jazz Clubs aus Dissen, verkündet mit Freude das Ende dieser Praxis. Die bisherige Abgrenzung der beiden Veranstalter voneinander, so Claus Cronemeyer, der Vorsitzende aus Osnabrück, habe manchmal „einen unangenehmen Zungenschlag“ besessen. Den Freunden dieser Musikrichtung soll es nun leicht gemacht werden, an jeder Veranstaltung teilnehmen zu können. Zumal beide Clubs weiter an ihrer ureigenen Ausrichtung festhalten und in Dissen weiterhin der traditionelle Jazz und in Osnabrück Swing geboten wird.

Beide Clubs reagieren damit auf einen Rückgang an Publikum, der in den vergangenen Jahren zu verzeichnen gewesen war. Die Ursachen dafür liegen zum Teil in der Überalterung der bisherigen Zuhörerschaft, aber auch am fehlenden Nachwachsen einer jüngeren Hörerschicht.

Die Vereinbarungen zwischen den Clubs sehen folgendermaßen aus: Außer der Vermeidung von Überschneidungen wurde beschlossen, die Mitgliedsausweise und damit die geltenden Vergünstigungen gegenseitig anzuerkennen. Das gilt ebenfalls für Sonderveranstaltungen wie Clubreisen, Riverboat-Shuffles und andere. Ebenfalls werden die Programme beider Clubs zusammen ausgelegt. Mit dieser Abstimmung, erklärt Vorstandsmitglied Werner Tietz aus Dissen, werde die Attraktivität der Mitgliedschaft gesteigert und ein Anstoß für das Publikum gegeben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN