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Investition am Standort Weese Voltlage: Besen der Firma bema kehren auch in China gut

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Voltlage. Die bema GmbH Maschinenfabrik investiert kräftig am Standort an der Recker Straße im Voltlager Ortsteil Weese. Auf gut drei Millionen Euro beziffert Geschäftsführer Günther Berens die Kosten für die 120 mal 66 Meter große Halle, wobei in den Gesamtkosten die Kaufsumme für die für die Betriebserweiterung erforderlichen 2,6 Hektar landwirtschaftliche Flächen bereits enthalten ist.

Das Voltlager Unternehmen produziert Kehrmaschinen und Schneeschilde und ist ein typisches, inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen. Neben Günther Berens, der sich höchstens zu Ostern oder Weihnachten mit Hemd und Krawatte „verkleidet“, fungiert auch Tochter Sonja Koopmann als Geschäftsführerin, während Ehefrau Uschi die Finanzen der Voltlager Firma immer im Blick hat.

Am 27. Dezember 1939 hatte sich Heinrich Berens mit einer Schmiede selbstständig gemacht, die sein Sohn Günther später dann zu Landmaschinenhandel und Reparaturwerkstatt ausbaute. Als das Unternehmen nicht wie gewünscht lief, kam dem heutigen Geschäftsführer und Tüftler Günther Berens die Idee mit der Kehrmaschine für Landwirte.

Die sind auch heute noch immer Kunden des Voltlager Unternehmens, das derzeit dank eines großen Händlernetzes mehr als 50 Prozent seines Umsatzes mit dem Export macht. Zum Schneefegen sind die Voltlager Kehrmaschinen dank ihrer speziellen Schneekehrwalze auch gut geeignet.

Bevor eine Kehrmaschine oder ein Schneeräumschild das Werksgelände verlässt, wird überprüft, ob die Hydraulikanlage des neuen Anbaugeräts einwandfrei funktioniert. Dazu wird das Gerät an einen Stapler angebaut, und es erfolgt ein Probelauf. Nur wenn alles in Ordnung ist, verlässt das Anbaugerät die Fertigung und wird an den Kunden ausgeliefert.

Die Baubranche, Indust-rie, Garten- und Landschaftsbau, Kommunen und Flughäfen – weltweit wird derzeit auf Kehrmaschinen und Schneeschilde aus Voltlage gesetzt. Auf dem Münchener Flughafen sind 48 Schneeschilde mit Kehrmaschine im Einsatz, zwölf Kehrmaschinen sorgen auf dem Londoner Stadtring dafür, dass beim Neubau der Schmutz der Baumaschinen schnell wieder von der Fahrbahn verschwindet. Selbst China ist auf die Maschinen der Firma aus dem Osnabrücker Nordkreis aufmerksam geworden und hat Produkte aus Voltlage geordert. Und auch in Afghanistan ist eine Riesenkehrmaschine aus dem Hause bema schon länger im Einsatz.

Die Vielfalt ist ein Markenzeichen des Unternehmens, denn vom 20-PS-Schlepper bis hin zum großen Radlader können die Voltlager alles mit ihren Anbaumaschinen ausstatten. Die ganze Entwicklung erfolgt vor Ort, denn neben Tüftler Günther Berens gibt es noch drei technische Zeichner, die mit einem 3-D-Programm neue Produkte erfinden. Und so sprang mit der „Snow-Combi“ eine Mischung aus Schneeflug und Kehrmaschine heraus, die sich auf dem Markt etabliert hat. Ein noch leistungsfähigerer Prototyp bestand im vergangenen Winter seine „Schneetaufe“ auf dem Luxemburger Flughafen. „Ein Traktor mit Allrad hat viel mehr Kraft“, malt Berens sich bereits aus, wie in Zukunft mit bema-Maschinen Rollfelder auf einer Breite von 80 Metern zügig vom Schnee geräumt werden.

Individuell auf Kundenwünsche eingehen zu können, das zeichne bema aus,so Geschäftsführerin Sonja Koopmann. Gut 50 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, welches im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 30 Prozent verzeichnete. „Mit den Zahlen sind wir bestens zufrieden“, erklären Vater und Tochter unisono – und auch der Ertrag habe gestimmt, wie Uschi Berens ergänzt.

Schneeräumschilde machen ein Drittel und Kehrmaschinen zwei Drittel der Produktion aus, was daran liegt, dass sie sich weitaus vielseitiger verwenden lassen. Das hat Günther Berens schon früh erkannt. Überzeugt werden die Kunden durch die Qualität der Geräte: sei es, dass hochwertige Komponenten verwendet werden, oder durch das Qualitätsmanagement nach ISO 9001, welches das Unternehmen bereits seit 1999 besitzt.

Plasmaschneider, neue Drehbank, neue Lackieranlage –in den vergangenen Jahren hat bema immer wieder investiert, mit der neuen Halle, die vorausschauend gleich etwas größer konzipiert ist, sollen die Produktionsabläufe im Hause optimiert werden. Und da Günther Berens gerne an vertrauten Partnern festhält, übernimmt Stahlbau Wurst aus Bersenbrück die Hallenkonstruktion, während die Firma Otto aus Ankum für die Dacharbeiten zuständig ist. Zwar liegen wegen Feuchtigkeit und des Frostes zu Jahresbeginn die Arbeiten an der neuen Halle hinter dem Zeitplan zurück, doch gehen die bema-Verantwortlichen davon aus, dass bis zum Sommer alles fertig ist.

„Die Ecke ist hier gar nicht so schlecht“, entgegnet Günther Berens auf die Frage, ob denn nicht mehr Nähe zur Autobahn von Vorteil für das mittelständische Familienunternehmen wäre.

Informationen im Internet:www.kehrmaschine.de


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