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Chorkonzert Ein ganzer Stadtteil als große Gemeinschaft

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rop Neuenkirchen. Die Proben und Vorbereitungen brachten seit Wochen Jung und Alt auf die Beine. Und mit jedem Tag wuchs die Vorfreude auf das große Fest, mit dem sich Neuenkirchen am Wochenende auf seine erste urkundliche Erwähnung vor 850 Jahren besann: „Der ganze Stadtteil ist mobilisiert und erlebt sich als große Gemeinschaft!“ freute sich Ortsbürgermeister Volker Theo Eggeling.

In der Christophorus-Kirche eröffnete er am Freitag die Feierlichkeiten zum Jubiläum. „Wir feiern heute nicht den Geburtstag Neuenkirchens“, hob Eggeling dabei hervor. Denn die Anfänge des heutigen Stadtteils mit seinen insgesamt acht Ortsteilen liegen im Dunkel der Geschichte verborgen. Doch das urkundlich bezeugte Jubiläum bot nicht nur Anlass zur Rückschau: Der Zukunft könne Neuenkirchen mit Vertrauen entgegensehen, betonte der Ortsbürgermeister. „Unser Stadtteil hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem attraktiven Standort und Lebensraum entwickelt!“

Seine Vorzüge gemeinsam zu bewahren und nachhaltig weiterzuentwickeln, dazu rief Eggeling die Neuenkirchener auf. Gemeinsinn, Kreativität und Selbstbewusstsein bescheinigte ihnen Bürgermeister Dr. André Berghegger in seinem Grußwort. „Sie haben viele Ideen, Engagement und Zeit in die Vorbereitungen zu diesem Fest investiert!“ Davon legte am Freitag schon das Jubiläumskonzert in der bis auf die Stehplätze gefüllten Christophorus-Kirche Zeugnis ab.

„Echt elefantastisch“ sangen sich die Jungen und Mädchen des Kinderchores in die Herzen der vielen Besucher. Mit „Friends for Life“ gab der Posaunenchor zuvor die symbolträchtige Devise der drei Festtage aus. Vom Maori-Liebeslied des Landfrauenchores bis zu den eingängigen Rhythmen Brasiliens, mit instrumentaler Begleitung und sichtlichem Spaß an der Musik dargeboten vom JeKaMi-Chor, spannte sich der vielseitige Bogen. Zu sehnsuchtsvoller Mehrstimmigkeit entfaltete sich in der Chorgemeinschaft von MGV „Liederwald“ Theenhausen-Suttorf und MC Borgholzhausen der berühmte „Gefangenenchor“ aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“.

Franz Schuberts „Launige Forelle“ verwandelte der Gesangverein „Eintracht“ Neuenkirchen mit russischer Schwermut und Mozart’scher Heiterkeit in eine getragen daherschwimmende „Wolgaforelle“ und ihre springlebendige Schwester, die „Kleine Nachtforelle“. Mit Temperament und starken Stimmen brachen die St.-Annen-Sisters auf zum „Walk in Jerusalem“, bevor der MGV „Concordia“ St. Annen auf den Spuren der Schürzenjäger in sanft intoniertem Crescendo versicherte: „Träume sind stärker!“

Gemeinsam machten die St. Annener Chöre ihrem Stadtteil unterdessen noch ein besonderes Geschenk: Mit den eindringlichen Klängen von „You raise me up“ sorgten sie zum abschließenden Höhepunkt des Jubiläumskonzertes für echtes Gänsehautgefühl. Doch mit den letzten Akkorden war für die Neuenkirchener der Abend noch lange nicht vorbei. Denn stimmungsvolle Lichtfantasien tauchten die Kirchenburg in geheimnisvolle Farben und luden bei Musik zum Verweilen und zum Gespräch ein. Und nur wenige Schritte entfernt füllte sich zur Disco der Freibadinitiative im Festzelt die Tanzfläche.


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