zuletzt aktualisiert vor

Einsatz auf dem Friedhof Alfhausens Katholischen Landjugendbewegung kümmert sich

Von Horst Schwitalla

<em>Ihr Werkzeug</em> hatten sie mitgebracht. Alfhausener KLJB-Mitglieder kümmerten sich um den Friedhof und richteten auch vernachlässigte Gräber wieder her. Foto: Horst SchwitallaIhr Werkzeug hatten sie mitgebracht. Alfhausener KLJB-Mitglieder kümmerten sich um den Friedhof und richteten auch vernachlässigte Gräber wieder her. Foto: Horst Schwitalla

Alfhausen. Im Oktober herrscht auf den Friedhöfen emsiges Treiben. Alles wird für die Totenfeste im November gesäubert und hergerichtet, die Bepflanzung der Gräber für den Winter vorbereitet. Auf dem Alfhausener Friedhof kümmerte sich die Ortsgruppe der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) um Pflasterarbeiten, Grünschnitt und Säuberung. Und sie richtete auch verwaiste Gräber wieder her.

Einige Friedhofsbesucher zeigten sich überrascht, als ein Trupp junger Alfhausener anrückte. Spaten, Harken, Bügelsägen Heckenscheren sowie Schiebkarren, Kehrmaschine und Pflasterwerkzeug hatten sie mitgebracht. Zeitweise krempelten bis zu 18 Jugendliche die Ärmel hoch.

Der Hintergrund: Die Firmlinge hatten eine Fahrt nach Berlin geplant, mussten sie aber ausfallen lassen. Der Kirchenvorstand hatte für diese Fahrt Geld bereitgestellt, das nun nicht mehr gebraucht wurde. Die Mittel wurden der KLJB angeboten zur Anschaffung von Ausrüstung für das Zeltlager, das sie in jedem Sommer ausrichtet. Als Gegenleistung sollten sich KLJB-Mitglieder um den Friedhof kümmern. Ihr neuer Vorsitzender Johannes Cruys nahm dankend an.

Bevor es losging, stellte Franz Huchtkemper vom Friedhofsausschuss den Jugendlichen die Begräbnisstätte vor und ging auch auf die Biografie einiger der Bestatteten ein.

Eigentlich wirkt der Friedhof sehr gepflegt. Dennoch gab es Pflasterabsackungen, die es zu beseitigen galt. Nicht schön anzusehen waren die sogenannten vergessenen Gräber. Sie wurden wieder liebevoll hergerichtet oder sogar ganz neu gestaltet. Obwohl bei dieser Aktion die Schweißtropfen flossen, kam die Idee auf, Pflegepatenschaften zu übernehmen.

„Um auf die KLJB aufmerksam zu machen, kommen solche Aktionen gerade recht. Eine Zeit lang beschränkte sich die Gruppe auf die Organisation des jährlichen Zeltlagers. Das hat sich nun geändert, und so möchte man neue Mitglieder gewinnen“, resümierte Ex-Vorstandsmitglied Daniel Heine. Der nächste KLJB-Termin ist die Zeltlagernachlese am 18. November um 15 Uhr im Pfarrheim.