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Großes Engagement gewürdigt Umweltpreis für Lingener Marienschüler

<em>Gunnar Friege</em> (von links) mit Lehrer Arnold Sennhauser und den Mitgliedern der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft der Marienschule bei der Preisverleihung. Foto: privatGunnar Friege (von links) mit Lehrer Arnold Sennhauser und den Mitgliedern der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft der Marienschule bei der Preisverleihung. Foto: privat

Lingen/Eisenach. Die langjährigen Bemühungen von 10 Schülern der Naturschutz-AG der Marienschule unter Leitung ihres Lehrers Arnold Sennhauser haben mit der Zuerkennung eines Hauptpreises beim 22. Bundesumweltwettbewerb (BUW) ihre verdiente Würdigung gefunden. „Akzeptanzprobleme durch Ackerbrache in Biene/Lingen – Biodiversität einer Wildnisfläche unter besonderer Berücksichtigung der Laufkäferfauna“ lautet das Thema der Projektarbeit der Marienschüler.

In diesem Jahr fand die Preisverleihung im „Urwald-Life-Camp“ am Rande des Nationalparks Hainich bei Eisenach in Thüringen statt. Die Veranstaltung wurde von der Geschäftsstelle des BUW in Zusammenarbeit mit Europarc Deutschland e.V., dem Dachverband der nationalen Naturlandschaften und dem Nationalpark Hainich durchgeführt. Die Teilnahme bedeutete allein wegen des Rahmens für die Mitglieder der Naturschutz-AG ein unvergessliches Erlebnis.

Der jährlich ausgeschriebene Bundesumweltwettbewerb zeichnet Schüler und junge Erwachsene aus, die mit ihren Projekten Ursachen von Umweltproblemen auf den Grund gehen. In diesem Jahr wurden 156 Projektarbeiten eingereicht – und die Naturschutz-AG der Marienschule gewann einen von zwei mit einem Preisgeld von 1000 Euro ausgelobten Hauptpreisen.

Ihnen war aufgefallen, dass die Ausweisung von Ackerbrachen als Wildnisflächen zu erheblichen Akzeptanzproblemen führte, obwohl ihr Nutzen als wichtige ökologische Nischen in unserer intensiv genutzten Agrarlandschaft unumstritten ist.

Nicht selten kommen Vorstellungen auf, dass solche Flächen „dem Image der Gemeinde“ schadeten. Das beobachteten auch die Teilnehmer der Naturschutz-AG der Marienschule nach der Ausweisung einer vormals als Acker genutzten Fläche als Wildnisfläche durch die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Lingen.

Seit dem Jahr 2009 führten die zehn Schüler auf drei Brachflächen rund um Holthausen-Biene in ihrer Freizeit umfangreiche Bestandserfassungen der Laufkäfer, Heuschrecken und Schmetterlinge durch. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass sich auf den Brachflächen auch wieder Tierarten ansiedeln, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten zu finden sind.

Um die Öffentlichkeit zu erreichen und zu sensibilisieren, wurden an einer Fläche beim Biener Busch Erläuterungstafeln zur ökologischen Bedeutsamkeit und biologischen Vielfalt der Fläche aufgestellt und Begehungen mit Presse und Ortsrat durchgeführt.

Das stellte auch Gunnar Friege bei seiner Laudatio heraus, die im Mittelpunkt des großen Festaktes zur Preisverleihung vor einem großen Auditorium stand. Um ihre Untersuchung methodisch korrekt umzusetzen, habe die Gruppe fachlich angeleitet von ihrem engagierten Lehrer Arnold Sennhauser kompetente Unterstützung hinzugezogen und einen guten Austausch mit der Unteren Naturschutzbehörde gepflegt.

Langzeituntersuchung

Die Arbeit besteche insgesamt durch ein ausgeprägtes Engagement der Schülergruppe und ihren wissenschaftlichen Charakter. Damit liege eine effektive Langzeituntersuchung vor, die alle im Wettbewerb geforderten Leitlinien und Bedingungen auf hervorragende Weise erfülle.

Der Naturschutz-AG der Marienschule gehören an: Leon Büscher, Jana Freese, Nadine Gerling, Jennifer Hamfeld, Jana Indenkämpen, Andreas Lübbers, Anne Markus, Alina Robben, Mareike Taschke und Andreas Tönns.


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