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Leiden und Auferstehung 13 Metallkreuze auf Waldfriedhof in Eggermühlen geweiht

Von Gabriele Grund


gg Eggermühlen. Mit der Errichtung von Kreuzwegen erinnern Menschen seit Jahrhunderten an das Leiden und Sterben Jesu und verbinden damit gleichzeitig an ihre Hoffnung auf die Auferstehung. So auch auf dem Waldfriedhof an der Bippener Straße in Eggermühlen.

Dort entstand 1957 ein symbolischer Kreuzweg. Mit der Errichtung des Friedhofskreuzes am 1. November 1959 wurden 13 Birkenkreuze aufgestellt, die mit dem Friedhofskreuz den 14 Stationen umfassenden Kreuzweg darstellten. Die dritte Generation eines Kreuzweges auf dem Waldfriedhof weihte Pastor Bernd Heuermann dieser Tage im Rahmen einer Gräbersegnung.

Der neue Kreuzweg besteht aus verzinkten Metallkreuzen, welche die 13 Holzkreuze, die als Nachfolger der ursprünglichen Birkenkreuze im Jahr 1989 auf dem Friedhof installiert wurden, ersetzen. Prägnante Schlagworte, die den Leidensweg Jesu nachzeichnen, verewigten die Erbauer bereits im Jahr 1989 in die Querbalken der Holzkreuze – Schlagworte, die aufrütteln und provozieren sollen wie „Unschuldig“, „Freiwillig“ oder „schamlose Grausamkeit“, „angenagelt“ oder „ausgelitten“. 32 Jahre hielten diese hölzernen Kreuze der Witterung stand, bis sich die Pfarrgemeinde im Jahr 2010 Gedanken über einen Ersatz der arg verwitterten Glaubenszeugnisse machte. Die Wahl fiel auf verzinkte Metallkreuze, denen Umwelteinflüsse weniger anhaben können.

Anders als die kleineren Vorgängerkreuze entschied man sich für eine Größe, die die Grabmale der Friedhofsanlage überragen und weit über das Friedhofsgelände hin sichtbar sein sollen. Ein Muster der geplanten Kreuzwegstationen, welche das Bersenbrücker Stahlbauunternehmen Wurst erstellt hatte, konnten Besucher bei einem Neujahrsempfang im Januar 2011 begutachten. Um die Finanzierung zu gewährleisten, warb man während der Veranstaltung um Spenden. Mit Patenschaften für einzelne Kreuze sollten den Planungen des Kreuzweges schnell Taten folgen. Schon nach wenigen Wochen hatten sich Sponsoren bereit erklärt, die überschaubaren Kosten zu übernehmen.

Die prägnanten Schlagworte der alten Holzkreuze, aus den massiven, etwa 100 x 250 Zentimeter großen Stahlkreuzen herausgelasert, überbringen ihre Botschaft nun im neu errichteten Kreuzweg den Friedhofbesuchern. In Verbindung mit der vor zwei Jahren umgebauten Dornwaldkapelle, so Pastor Heuermann, füge sich der Kreuzweg mit seiner verzinkten Oberfläche harmonisch in die Anlage des Waldfriedhofes ein. Rosen, die bei den einzelnen Stationen angepflanzt wurden, werden die metallenen Kreuze in einigen Jahren mit Dornen und Blüten umranken und so die symbolische Thematik der Dornwaldkapelle hervorragend ergänzen.