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KC „Pitter“ ist 120 Jahre alt Nortrup: Neun zielen heute noch auf „alle Neune“

Von Sascha Knapek

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<em>Auf 120 Jahre Clubgeschichte</em> können die aktuellen „Pitter“-Kegelbrüder Werner Kottmann, Heinz Welp, Heinrich Kater, Eduard Banko, Werner Grover, Antonius Brundiers, Norbert Krümpler, Walter Rautenstrauch und Hermann Bekermann (von links) zurückblicken. Foto: Sascha KnapekAuf 120 Jahre Clubgeschichte können die aktuellen „Pitter“-Kegelbrüder Werner Kottmann, Heinz Welp, Heinrich Kater, Eduard Banko, Werner Grover, Antonius Brundiers, Norbert Krümpler, Walter Rautenstrauch und Hermann Bekermann (von links) zurückblicken. Foto: Sascha Knapek

Nortrup. Einen Kegelclub zu gründen ist nicht schwer. Ihn über eine solch lange Zeit am Leben zu erhalten, wie es der Nortruper Kegelclub „Pitter“ geschafft hat, dagegen schon. Die neun aktuellen Kegelbrüder feiern in diesem Jahr das 120-jährige Bestehen ihres Clubs. Ein wahrlich nicht alltägliches Jubiläum.

Kegelclubs gibt es viele. Aber welche dieser Vereinigungen können auf eine 120-jährige Geschichte und eine Tradition zurückblicken, die diese Bezeichnung auch verdient? In Nortrup muss man nicht lange nach dem ältesten Kegelclub der Gemeinde suchen. Die Kegelfreunde „Pitter“ gründeten sich am 14. Juni 1892, und bereits die Entstehungsgeschichte ist etwas Besonderes. Initiatoren waren damals der katholische Pastor Wilhelm Vogelsang, Georg Fenstermann und August Knobbe, der Wirt des heutigen Gasthauses „Brundiers“, seit 120 Jahren „Pitters“ Stammlokal.

Heute sind die dienstältesten „Pitter“-Kegler Antonius Brundiers und Walter Rautenstrauch. Brundiers ist seit 1954 im Kegelclub und Ehrenkegelvater Rautenstrauch feierte im vergangenen Jahr sein 50-Jähriges. Wie viele Mitglieder in den 120 Jahren insgesamt im Kegelclub aktiv waren, sei schwer zu sagen, erzählt Werner Kottmann. Seit 1954 sind es gut 50, wenn man in der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen nachzählt und die Neulinge der vergangenen 20 Jahre miteinbezieht. Für den Zeitraum davor sei eine genaue Einordnung schwer, so Kottmann, aktueller „Pitter“-Kegelvater.

Bis heute treffen sich die Mitglieder des KC „Pitter“ jeden Donnerstag auf der Kegelbahn des Gasthauses „Brundiers“. Auch als die Haus- und Hofbahn des Vereins in den 90er-Jahren umgebaut wurde, war das so. Eine Pause einzulegen kam für die geselligen Kegler nicht infrage. Man traf sich trotzdem einmal pro Woche und packte auch beim Neubau der Kegelbahn tatkräftig mit an. „Ich kenne sonst keinen Kegelclub, der sich schon so lange und so regelmäßig einmal die Woche trifft“, bestätigt Gastwirtin Silke Brundiers-Fechtenkötter den Elan der neun Männer. Geselligkeit schreibt „Pitter“ dabei nicht nur an den Kegelabenden groß. Ein Höhepunkt jedes Kegeljahres stellt die traditionelle Vatertagstour der Kegelbrüder dar.

Das 1897 von Ferdinand Kiesewetter verfasste Kegellied des KC „Pitter“ beginnt mit den Zeilen: „In unserem Orte Nortrup - trup / Besteht schon lang ein Kegelclub / Man kegelt da von fünf bis neun / Es soll nur zum Vergnügen sein.“ Bis heute beherzigen die „Pitter“-Mitglieder diese Maßgabe. Für die Zukunft kann man ihnen vor allem eines wünschen: weiterhin „Gut Holz“!


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