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413 Wildtauben zur Strecke gebracht

Merzen. Zum Ende des Jagdjahres machten sich die Jäger im Altkreis Bersenbrück auf, um gemeinsam Wildtauben zu bejagen. Vornehmlich wird die Ringeltaube bejagt. Sie ist ein Kulturfolger und profitiert wie keine andere Flugwildart von unserer Kulturlandschaft.

Große Maisäcker kommen ihr besonders entgegen. Dort finden die Tauben auch in der kargen Winterzeit hochwertige Nahrung. Das führt dazu, dass der Winter als natürlicher Regulator entfällt. Zugleich steigt die Vermehrungsrate der Tauben. Die Jäger versuchen, diesen stetigen Anstieg der Taubenpopulation durch eine konzentrierte Bejagung einzudämmen. Bei einer weiter ansteigenden Population erhöht sich die Gefahr von Seuchenzügen, die dann auch anderes Nutzgeflügel gefährden.

Die Bejagung der Wildtaube ist aber nicht so einfach, da sie sich, wenn sie einmal beschossen wurde, einfach in ein anderes Gebiet absetzt. Die Jäger reagieren darauf, indem sie die Tauben im ganzen Altkreis Bersenbrück an einem bestimmten Tag gemeinsam bejagen.

Im Anschluss an die Jagd trafen sich die Jäger im Hegering Voltlage-Merzen nach der Taubenjagd zum gemeinsamen Streckelegen in der Schützenhalle Ost- und Westeroden. 140 Jäger, die zum Teil weit angereist waren aus dem Rheinland, Thüringen und der Lüneburger Heide, trafen nach und nach mit ihrer Strecke am Sammelpunkt ein. Die Jagdhornbläser verbliesen die Tagesstrecke von 413 Tauben. Nach dem Streckelegen wurde gemeinsam ein gegrilltes Wildschwein genossen.