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Die Nebenbühne gehört dem Nachwuchs und den echten Lokalmatadoren „Frog Rock“: Die große Chance für zahlreiche lokale Bands

Von Eva Voß

Quakenbrück. Was für ein Festival: Während beim „Frog Rock Q-Festival“ anlässlich des 775-jährigen Bestehens der Stadt Quakenbrück am Samstag die zurzeit erfolgreichste deutsche Band „Ich + Ich“ auf der Bühne steht und am Freitag auf der Hauptbühne Bands wie „Culcha Candela“, „Revolverheld“ und „Tito und Tarantula“ rocken werden, ist die Nebenbühne am Freitagabend lokalen Bands vorbehalten. Die Bands aus der Region werden sich mit den Hauptacts auf der Hauptbühne abwechseln.

Die Lokalhelden wollen natürlich ihre Gelegenheit nutzen und mit ihren Auftritten den Sprung auf die großen deutschen Bühnen schaffen. Und unter ihnen sind durchaus vielversprechende Newcomer. Als Opener vor dem Hauptact wird „Enno Bunger“ die Bühne betreten. Die Ostfriesen sind eher für die leiseren Töne bekannt, Bandnamen wie „Keane“ oder „Coldplay“ fallen vielleicht dem Zuhörer ein.

Die Gewinner des Bandcontests „Rock in der Region 2009“ werden den Reigen der Lokalbands beim Festival eröffnen. Die „Insolvent Insomniacs“ haben sich bereits als Vorband der Ska-Punk-Band „Rantanplan“ einen Namen gemacht. Die siebenköpfige Band aus Osnabrück hat aber neben Ska-Punk noch viel mehr zu bieten: Von ihrem breiten Repertoire können sich die Fans am Festival-Freitag überzeugen.

„The Hybrids“, die ebenfalls aus Osnabrück stammen und sich erst 2009 zusammenfanden, mussten sich bei „Rock in der Region“ mit Platz zwei begnügen. Musiktechnisch ist ihr Name Programm: Sie verbinden in ihrer Musik Rock-Elemente mit Swing-, Ska-, Klezmer- und Gypsy-Einflüssen. Auch die Bandbesetzung folgte der Namensgebung: Viele Positionswechsel erzeugen immer wieder neue Klangmodulationen. Mit „Tobi und Band“ wird es wieder etwas ruhiger auf der Bühne. In ihren Texten philosophieren sie über die Liebe, das Leben und die alltägliche Romantik.

Die vier Jungs von „Barry Yoko“ stammen aus dem Raum Bersenbrück und haben beim Bandcontest „Rock in der Region“ den dritten Platz ergattert. Andre Stuckenberg, Tobias Prause, Daniel Ziegener und Tobias Büscherhoff arbeiten seit 2008 zusammen und produzieren seither „professionellen Rock amerikanischer Art“. Die erste Demo-CD in Albumlänge soll demnächst erscheinen.

„Lo Parker“ gibt es seit 2004. Flo, Christian und der aus Mexico stammende Frontmann Daniel bestechen mit englisch- und spanischsprachigen Rocksongs. Durch die zum Teil spanischen Texte haben sie einen großen Wiedererkennungswert.

Zu guter Letzt stehen am Sonntag ab 12 Uhr auch die echten Lokalmatadoren aus Quakenbrück auf der Bühne: Gastgeber ist der Artland Country Club, ein Musiker-Kollektiv unter der Federführung von Bob Giddens und Henry Rebellius, die früher einmal berühmt-berüchtigt als „Cliff Barnes & The Fear of Winning“ auch zusammen mit „Fury in the Slaughterhouse“ oder „The Rainbirds“ gerockt haben. Sie haben neben anderen eingeladen: „The Ecstatic Ray Band“, „North and about Mr. Cracker“, Tina von Garrel oder „Two Hearts in ten bands“.

Die Mischung aus Charthits auf der Hauptbühne und Rock, Ska-Punk, smarter Popmusik und Country auf der Nebenbühne dürfte somit nicht nur den Freitag zu einem unvergesslichen Festivalerlebnis machen.

Weitere Informationen

im Internet:

www.frog-rock-q.de