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Bestattungshaus Ortland eingeweiht Ein offenes Haus für Trauernde in Quakenbrück

Von Jutta Böning

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jboe Quakenbrück. Seit 1875 ist das Bestattungsunternehmen Ortland im Artland tätig. Jetzt bietet das Familienunternehmen mit seinem neuen Bestattungshaus helle, großzügige und freundliche Räumlichkeiten für Trauernde unabhängig von der Religionszugehörigkeit an. In einer Feierstunde wurde das Bestattungshaus am Steimelager Weg am vergangenen Samstag offiziell eröffnet.

„Unser Ziel war es, Räume zu schaffen, die sich bewusst an den Bedürfnissen von Trauernden ausrichten“, erläuterte Firmeninhaber Martin Ortland die Intention des neuen Bestattungshauses. Er sprach seinen Dank an alle Mitarbeiter, Mitdenker und Mitstreiter aus, die großen Einsatz und viel Engagement auf dem langen Weg von der Planung bis zur Fertigstellung des Hauses gezeigt hätten.

Das Bestattungshaus solle „ein Bindeglied zwischen dem Todestag und der Trauerfeier“ schaffen. So habe er immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es für die Angehörigen trostreich sei, sich am offenen Sarg zu verabschieden. Den Trauernden stünden mehrere Räume der Stille für die persönliche Abschiednahme zur Verfügung. Das Forum bietet einen würdevollen Raum für weltliche Trauerfeiern oder den Abschied im kleinen Kreis.

Zwischen den einzelnen Räumen schafft ein Kreuzgang Verbindung. Hier befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Quakenbrücker Friedhöfe von Heiko Bockstiegel sowie eine Bilderpräsentation von Quakenbrücker Grundschülern. An das Forum schließen sich im vorderen Teil des Gebäudes die Räumlichkeiten für die Beratung der Angehörigen an. Im Obergeschoss lädt ein freundlich gestaltetes Café zum Beisammensein nach der Trauerfeier ein.

Architekt Franz Bergmann erläuterte die Aufgabenstellung an die Architektur. So sollte ein Ort des Abschieds und der Kommunikation entstehen, der mit seiner offenen Ausrichtung die Schwellenangst überwinde. Die zahlreichen, in die Architektur integrierten Kreisformen stünden dabei für den Kreis des Lebens. Bergmann dankte den Gewerken für die reibungslose fachübergreifende Ausführung. Die Künstlerin Marion Hensel übernahm mit ausdrucksstarken Glasbildern und Bilderzyklen im Kreuzgang die künstlerische Ausgestaltung.

Viele christliche Symbole in der Architektur des Hauses bemerkte Pastor Wolfgang Gerdes, der gemeinsam mit Pfarrer Klaus Teckentrup und Pastor Carsten Lindner zur Feier gekommen war. Daher sei man auch gerne bereit, dem Haus den christlichen Segen zu geben.

Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz begrüßte die Fertigstellung des Hauses nach fast zweijähriger Bauzeit. „Sie setzen ein Zeichen in der Bestattungs- und Trauerkultur im Artland und darüber hinaus“, sagte er. „Wir brauchen Menschen, die sich professionell mit dieser schwierigsten Phase des Lebens beschäftigen.“

Musikalisch umrahmten Dieter Wrocklage an der Orgel sowie Larissa Pfannstiel und Dunja Malek (Violine) die Einweihungsfeier.


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