zuletzt aktualisiert vor

Kröten laichen in den Mühlenteichen „Einwanderer“ im Börsteler Stiftsforst

Jugendkonventualin Hanna Exner hat zusammen mit dem Hausmeister den Amphibienzaun aufgebaut. Foto: StiftJugendkonventualin Hanna Exner hat zusammen mit dem Hausmeister den Amphibienzaun aufgebaut. Foto: Stift

Berge. „Habt ihr schon gesehen? In Börstel haben sie einen Krötenzaun gebaut. Dabei gab es doch noch nie Krötenwanderungen im Stiftsforst.“

Was manche für einen Witz hielten, hat jedoch seine Gründe, seit zwei Jahren wandern die Kröten über die Landstraße durch den Börsteler Wald zum Laichen zu den Mühlenteichen. Woher die Kröten kommen? Äbtissin Britta Rook hat eine Theorie: Beim Radwegebau der Gemeinde Berge entlang der Landstraße hat die Kommune nicht den Sand aus der Kiesgrube im Börsteler Wald verwendet, sondern einen Kieslieferanten aus anderen Regionen beauftragt. Gut möglich ist nun, dass der Sand für den Radweg aus Nassabbau kam und junge Kröten oder Laich enthalten hat.

Die Jugendkonventualin des Stiftes, Hanna Exner, sammelt während ihres Freiwilligen ökologischen Jahres nach frostfreien Nächten den Zaun ab. An einem warmen März-Wochenende waren es mehr als 1600 Kröten.