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Hermann Schwarte verlässt Bühne der Kommunalpolitik „35 Erfolgsjahre für Dersum“

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Dank und Anerkennung im Namen der Gemeinde sprach Bürgermeister Hermann Coßmann (links) seinem Amtsvorgänger Hermann Schwarte und dessen Frau Maria aus. Foto: Gerd SchadeDank und Anerkennung im Namen der Gemeinde sprach Bürgermeister Hermann Coßmann (links) seinem Amtsvorgänger Hermann Schwarte und dessen Frau Maria aus. Foto: Gerd Schade

Dersum. Niemals geht man so ganz. „Ich bin ja nicht aus Dersum weg“, sagt Hermann Schwarte. Und doch ist in der Emsgemeinde eine Ära zu Ende gegangen. Nach 35 Jahren, davon fast 12 als Bürgermeister, hat Schwarte die kommunalpolitische Bühne verlassen. Am Donnerstagabend wurde der Christdemokrat feierlich verabschiedet.

Die Laudatio in der Gaststätte Ganseforth hielt Schwartes Amtsnachfolger Hermann Coßmann (CDU). Er erinnerte daran, dass Schwarte 1976 als damals 29-Jähriger erstmals in den Dersumer Rat eingezogen sei. Schon fünf Jahre später sei er zweiter stellvertretender Bürgermeister geworden. Von 1996 bis zum Ablauf der letzten Wahlperiode Ende Oktober dieses Jahres war Schwarte zudem Mitglied im Rat der Samtgemeinde (SG) Dörpen, davon fünf Jahre als stellvertretender SG-Bürgermeister. In den vergangenen zehn Jahren gehörte der Dersumer zusätzlich dem emsländischen Kreistag an.

Schwarte, der zur Kommunalwahl im September nicht wieder angetreten war, habe sich stets für das Wohl der Bürger eingesetzt und konstruktiv an den Geschicken der SG Dörpen mitgewirkt, betonte Coßmann. Er charakterisierte den bisherigen Bürgermeister als einen engagierten und fleißigen Politiker, der stets um ein ausgewogenes Miteinander bemüht gewesen sei. Auf diese Weise habe Schwarte einiges erreicht – sei es im ländlichen Straßen- und Wegebau, bei der Weiterentwicklung von Neubau- und Gewerbegebieten sowie beim Erhalt und Ausbau der dörflichen Infrastruktur, sagte Coßmann. Für immer eng mit dem Namen Hermann Schwarte bleiben nach Coßmanns Worten die 1150-Jahr-Feier der Gemeinde (2004) sowie der Bürgerbaum, der trotz oder gerade wegen der Kritik zu einem Erkennungszeichen von Dersum geworden sei.

Zum Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Coßmann seinem Amtsvorgänger eine seltene Uhr mit Gravur und eine Urkunde. Für Maria Schwarte, die ihrem Mann für die Politik stets den Rücken freigehalten habe, gab es Blumen.

Für SG-Bürgermeister Hermann Wocken (CDU) hat Schwarte auf Gemeinde-, SG- und Kreisebene Eindrucksvolles geleistet. Sein Wirken bedeuteten „35 Erfolgsjahre für Dersum“. Antonius Pohlmann (CDU), Bürgermeister der Nachbargemeinde Heede, erinnerte daran, wie Schwarte und er das interkommunale Gewerbegebiet an der A31 (Green Energy Park) gemeinsam auf den Weg gebracht hätten.

Und Schwarte selbst? Dem 64-Jährigen war es des Lobes nach eigenem Bekunden ein wenig zu viel. Fest stehe, dass der Bürgermeisterposten das schönste Amt in Dersum sei. Sein Interesse für die Politik sei frühzeitig von Lehrern geweckt worden, das Nonplusultra seiner Amtszeit das Kreistagsmandat gewesen. Ausdrücklich bedankte sich Schwarte bei seiner Frau und seiner Familie für die konsequente Rückendeckung. Die Entwicklung Dersums sei eng mit der Entwicklung des Unternehmens Hero-Glas seines langjährigen Freundes und politischen Weggefährten Hermann Ross verbunden, betonte Schwarte. „Der Erfolg der Firma spiegelt sich in der Gemeinde.“


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