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Tipp für Meller Rodelfans: Am Kaffsack in Borgloh hätte auch Georg Hackl seinen Spaß „Die beste Strecke der Region“

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Rasant fahren Nele Sophie und Michael Rumker die steile Strecke am „Kaffsack“ in Borgloh hinunter. Foto: Gert WestdörpRasant fahren Nele Sophie und Michael Rumker die steile Strecke am „Kaffsack“ in Borgloh hinunter. Foto: Gert Westdörp

Die beiden Borgloher kennen viele Rodelpisten. Sie waren am Dörenberg, am Strubberg und anderswo. Seitdem Nele Sophie alt genug ist, kennen sie aber im Winter, wenn Schnee liegt, nur ein Ziel: Den Kaffsack. „Hier ist es fix, schnell, und man kommt in kurzer Zeit wieder nach oben“, sagen die beiden waghalsigen Rodler.

Wer einen Eindruck von der Strecke bekommen möchte, kann sich im Internet auf Youtube ein Video anschauen, das drei junge Männer aufgenommen haben, die die Piste unter fröhlichem Gejohle mit einem Snowboard herunterfahren. Darauf ist auch zu sehen, dass sich einige Rodler und Wanderer an der Strecke tummeln. Ein Geheimtipp ist der „Kaffsack“ trotz der verborgenen Lage also nicht mehr. „Nicht, seitdem Anfang des Jahres etwas darüber in der Zeitung stand“, sagt Michael Rumker und lacht.

„Dort wo viele Menschen gegangen sind, da fährt es sich am besten, sagt der erfolgreichste Rodler der Welt, Georg Hackl. Er würde am Kaffsack seine Freude haben: Der Schnee ist verdichtet und festgetreten. Wer es rasant mag, ist hier richtig. Er sollte aber ordentlich lenken und bremsen können. „Man muss Kraft aufbringen, damit man in der Spur bleibt“, sagt Michael Rumker. Er und Nele Sophie lenken und bremsen mit den Füßen.

Das hält auch der „Hackl-Schorsch“ für richtig, wie er einem Reporter verriet. „Bei einem starren Volksrodel muss man mit den Füßen etwas bremsen, damit der Schlitten eine definierte Kurve fährt. Oder man kann dazu, wenn man dicke Handschuhe trägt, auch die Hände benutzen“, empfiehlt der Berchtesgadener, der sich 2006 vom Rodelsport zurückgezogen hat. Das Bremsen ist seiner Meinung nach eine der wichtigsten Fertigkeiten, die ein Rodler besitzen muss. „Ein Schlittenfahrer muss jederzeit bremsen oder effektiv ausweichen können. Am besten geht das, wenn man den Schlitten vorne anfasst, die Kurven hochzieht und die Hacken fest in den Schnee stemmt.“

Was der Hackl weiß, wissen Nele Sophie und Michael Rumker auch. Sie kamen heil den Kaffsack hinunter.


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