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Freuden und Leiden eines Daheimgebliebenen Spannung vor dem Bildschirm

Von Albert Schmidt

mi Quakenbrück. Selten dürften so viele Anhänger der Artland Dragons gleichzeitig den Liveticker der NOZ eingeschaltet haben wie an diesem Mittwochabend. Die Drachen tragen kein gewöhnliches Spiel aus: Es geht um den Einzug ins Cup-Halbfinale und damit um die Qualifikation für das Top Four. Und: Gegner ist kein Geringerer als der Meister und Pokalsieger Bamberg.

Ein kleiner Vorteil für die Drachen, dass das Duell in Bayreuth steigt, weil in der Bamberger Stechert-Arena der Davis-Cup ausgetragen wird. Knapp 50 Fans aus der Burgmannstadt sind direkt dabei, als das Koch-Team einen sehr guten Start hinlegt. Beweis: Anthony King holt allein im ersten Viertel phänomenale acht Rebounds!

Glücklich derjenige, dessen Liveticker reibungslos funktioniert. Nicht so, wer einen älteren PC sein Eigen nennt, der langsamer reagiert, als sein Besitzer es möchte. Immerhin: Per Mausklick bequemt sich das Gerät zur Aktualisierung des Ergebnisses. Gott sei Dank liegen die Dragons vorn, wenn auch knapp. Aber die Führung wechselt – kalte Güsse für die Fans beider Lager, ebenso jedoch für die Daheimgebliebenen. Durchatmen zur Pause: Das 41:41 – schwarz auf weiß – trägt zur Beruhigung der Nerven bei.

Schon jetzt lässt sich feststellen: Dieses BBL-Pokalspiel ist brisanter als jede Fußball-Konkurrenz wie z.B. Stuttgart vs. Bayern, ein DFB-Cup-Spiel, das zeitgleich im „Zweiten“ läuft. 56:47 – ziehen die Baskets jetzt davon? Daumendrücken für die Dragons, es hilft, aber erst nach einer endlos erscheinenden Zeit, in der sich kleine Schweißtropfen auf der Stirn bilden. Zumindest wird der Vorsprung nicht größer, aber die Drachen kommen nicht ran.

Beim 67:60 wird es noch einmal spannend. Behält das Bauchgefühl recht – mit einem Sieg der Dragons? Minuten später spuckt der Liveticker das Ergebnis aus: 79:65 für Bamberg. Diesmal hat es (noch) nicht gereicht. Aber am 7. April muss die Fleming-Truppe nach Quakenbrück...