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Herzen berühren Ankum: Konzert zum Abschluss des „German Gospelworkshops 2012“

Von Gabriele Grund

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gg Ankum. Musik kennt keine Sprachbarrieren, sie inspiriert, ermutigt und kann sogar beflügeln. Als Songwriter und Dirigent des „Oslo Gospel Choir“ weiß Tore W. Aas um diese Wirkung vom Musik. In einem eindrucksvollen Konzert im Artländer Dom untermauerte der norwegische Chorleiter diese Botschaft.

190 Sängerinnen und Sänger aus allen Teilen der Republik und darüber hinaus boten ein Repertoire, das vor allem eines ausstrahlte – musikalische Leidenschaft pur. Mit dabei die Band „Swing High – groovin‘4 gospel“ und der „Bersenbrück-Gospel-Choir“. Ihren Anteil an der eindrucksvollen Veranstaltung hatte auch der Kinderchor der Bersenbrücker Musikschule „Con Moto“.

„Musik ist eine Sprache, Applaus gab es für die Solodarbietungen der Niederländerin Katharina Gernertdie jedermann auf dieser Welt versteht. Sie ist ein Geschenk unseres himmlischen Vaters, das unsere Herzen erreicht. Dies ist der Grund, warum ich mich bereits vor Jahrzehnten mit Freude der Gospelmusik verschrieben habe.“ Auf diesen einfachen Nenner brachte Tore Aas bei seiner Begrüßung seine Intention.

Chorgesang soll Herzen berühren. Das gelang im Artländer Dom eindrucksvoll. Solodarbietungen, vielstimmiger Chorgesang und getragene Hymnen an der Glauben bestimmten ein Konzertprogramm, das abwechslungsreicher kaum hätte sein können. Eher zurückhaltend, fast schüchtern entwickelte sich der Gospelmeister aus Oslo an seinem Keyboard als wahrer Entertainer, der es verstand, neben seinem Chor auch das Publikum in der voll besetzten St.-Nikolaus-Kirche zu entfesseln und zum Mitsingen zu animieren. Mit einem Potpourri bekannter Gospelsongs sprang der Funke schnell über. „Amen“, He’s got the whole world in his hand“ oder „Amazing grace“ waren Stücke, die jeder kannte.

Die jüngsten Sängerinnen und Sänger des Konzerts standen den „großen“ Chorsängern in nichts nach. Mit ihrem Coach und Veranstaltungsorganisator Joachim Muschol am Keyboard zeigten ein Dutzend Nachwuchssänger des Bersenbrücker Kinderchores, wie begeisterungsvoll Gesang sein kann. Ihren Solobeitrag, „Jesus, King of my heart“, wollte die niederländische Sängerin Katharina Gernert als Liebeslied an die Schöpfung verstanden wissen. Gemeinsam mit der Sängerin Kerstin Prause, die im Rollstuhl auf die Bühne geschoben wurde, zelebrierte Gernert, begleitet von getragenen Chorstimmen, mit „Worthy of all praise“ unter anderem eines der bekannten Stücke von Tore W. Aas. Hingebungsvoll und stimmlich beeindruckend.

Die Idee eines gemeinsamen Gospelworkshops hatte Joachim Muschol , als er den norwegischen Chorleiter Tore W. Aas im Jahre 2008 traf. Ein gemeinsames Konzert, das war damals sein kühner Gedanke. Doch bei dem Wunsch sollte es nicht bleiben, Tore W. Aas sagte zu.

„Es war eine einmalige Erfahrung, bei diesem einmaligen Workshop dabei sein zu dürfen“, so Sabine Welzel. In einer Erwachsenenbildung hatte die Ibbenbürenerin von dem Workshop gelesen und sich angemeldet. Teilnehmer aus Dresden, Zürich, Sängerinnen von der Insel Fehmarn oder aus den Niederlanden sowie aus vielen anderen Regionen trafen sich bereits am vergangenen Freitag zum Probe-Workshop in den Räumen des Vereins für Heilpädagogische Hilfe in Bersenbrück, um die Stücke für das Konzert einzustudieren. „Es waren anstrengende und intensive Proben, aber es hat unheimlich Spaß gemacht“, resümiert die Teilnehmerin den Workshop.

Als Übersetzerin während des Konzertes fungierte Birgitt Phillips, die die Ausführungen und Inhaltsangaben von Tore W. Aas übersetzte. Mehr als einmal sorgte die nicht optimale Akustik in dem großen Kirchenraum für leichte Verständigungsprobleme.


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