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Ausstellung über den Cellisten Bernhard Romberg Auch Star-Musiker haben Zahnweh

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pm Quakenbrück/Dinklage. Wie kann das Alltagsleben eines berühmten Musik-Virtuosen, von dem jedoch nur Briefe und Partituren erhalten blieben, lebendig präsentiert werden? Vor diese Aufgabe sahen sich die Initiatoren der Ausstellung über den in Dinklage geborenen Cello-Virtuosen und Komponisten Bernhard Romberg (1767–1841) gestellt. Angeregt hatte die Ausstellung der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Martin Blindow aus Münster, der zurzeit an einem großen Werk über Bernhard Romberg schreibt.

Da neben Bildern, Partituren und Briefen auch kleine Inszenierungen Einblicke in das Leben Bernhard Rombergs und seiner Familie geben sollen, baten die Organisatoren das Quakenbrücker Stadtmuseum um Hilfe. Aus der Dauerausstellung und den gut gefüllten Magazinen konnten zahlreiche Exponate aus Rombergs Zeit zusammengestellt werden, sodass die Ausstellung nicht nur für Musikkenner, sondern auch für Laien sehenswert ist.

„Romberg war einer der bekanntesten Musiker seiner Zeit. Er füllte die Konzertsäle in ganz Europa, hatte Schüler, die ihrem verehrten Meister durch ganz Europa nachreisten, und gab Konzerte für Kaiser, Könige und Adelige“, erläutert Blindow die Verdienste des Musikers, zu dessen Freundeskreis auch Ludwig van Beethoven gehörte. „Romberg komponierte Opern und Sinfonien, aber auch Kinderstücke und Vokalwerke.“ Darüber hinaus war er Pädagoge, Unternehmer und treu sorgender Familienvater und hatte auch mit ganz alltäglichen Problemen wie fürchterlichen Zahnschmerzen oder einer Mäuseplage in seinem Wohnhaus zu tun. Erstmals zeigt nun eine Ausstellung in seiner Geburtsstadt Dinklage die vielen Facetten des Musikerlebens.

Gelegenheit zum Mitmachen gibt es beim begleitenden Aktionsprogramm der Ausstellung: Kinder und Schulklassen, aber auch interessierte Erwachsene können sich an einem Romberg-Quiz versuchen, und ein eigens entwickelter Comic führt auf humorvolle Weise in das Leben des Musikers ein. Eine Hör-Station lässt bekannte Romberg-Werke erklingen. Wer selbst einmal einen Versuch am Cello wagen möchte, kann den Workshop von Walter Kruse besuchen. Der an der Kreismusikschule Osnabrück und der Musikschule Romberg tätige Cello-Lehrer führt alle Interessierten am Montag, 14. November, um 15.30 Uhr in das Cello-Spiel ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstalter der Ausstellung sind die Stadt Dinklage, der Heimatverein Herrlichkeit Dinklage, der Bürger- und Kulturring Dinklage und die Musikschule Romberg, dessen Namensgeber der berühmte Virtuose ist.

Die Ausstellung findet vom 5. bis 20. November statt im alten Dinklager Bahnhof (Ladestraße 2, Firma Bröring). Öffnungszeiten: donnerstags bis samstags von16 bis 19 Uhr, sonntags von14 bis 19 Uhr.

Am Freitag, 4. November, 18 Uhr, wird die Ausstellung mit einem Konzert des Kölner Streichquartetts in der Aula der Realschule Dinklage eröffnet.

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Konzert ist frei.


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