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240 Abiturienten am Leoninum in Handrup feierlich verabschiedet: Abi-Schnitt von 2,52 Zwölf Schuljahre – und keinen Tag gefehlt

Von Carsten van Bevern


vb Handrup. Es ist geschafft: 240 Schüler des ersten und einzigen Doppelabiturjahrganges erhielten gestern Vormittag am Gymnasium Leoninum in Han-drup im feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse. Der Abi-Schnitt des Jahrgangs liegt bei 2,52.

240 Abiturienten, einige Traumnoten, viel Musik, sehr gute Festreden und der Ausblick auf den abendlichen Festball – kurzum: Bei der feierlichen Verabschiedung der Abiturientia 2011 herrschte in der Sporthalle des Leoninums zumeist eine fröhliche bis ausgelassene Stimmung.

Auf etwas sehr Außergewöhnliches wies dabei der stellvertretende Schulleiter Paul Wöste bei der Vergabe der Abizeugnisse hin: „Dass die Schule viel Spaß machen kann, wissen wir alle, aber dass ein Schüler keinen einzigen Tag in der Schule gefehlt hat – das ist bemerkenswert. Dein späterer Arbeitgeber wird sich freuen.“ Jochen Rechtien ist der angesprochene Schüler, der nicht nur am Leoninum, sondern in seiner gesamten Schulzeit keinen Fehltag hatte.

Das Zusammenwachsen der Jahrgänge 12 und 13 zum Abiturjahrgang 2011 stellte die Abiturientin Lena Geers in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen: „Wir sind in dieser Zeit tatsächlich ein Jahrgang, eine Gemeinschaft geworden. Das, was uns von nun an immer verbinden wird, ist das Abitur am Leoninum im Jahr 2011.“ Im Namen ihrer Mitschüler überreichte sie nach ihren Dankesworten der Schulleitung einen Scheck. Mit diesem Geld soll auf den Grünflächen bei den Lehrerparkplätzen ein Platz für Schüler eingerichtet werden, an dem sie auch im Freien ihre Schularbeiten oder Referate vorbereiten oder freie Zeit verbringen können. „Wir hoffen, dass dieser Platz dazu beiträgt, das Leoninum noch attraktiver zu gestalten, sodass noch möglichst viele Schüler dieses Gymnasium besuchen werden. Nochmals herzlichen Dank an alle, denen es im Großen und Kleinen wichtig war, dass wir zum Abitur geführt wurden.“

„Neugier wecken“

„Die Kunst des Lehrens besteht darin, die natürliche Neugier zu wecken – um sie dann stillen zu können.“ Auf dieses Zitat bezog sich Elternvertreter Thomas Reich in seiner Festrede. „Wir können heute erleben, wie eure Lehrer eure Neugier geweckt und auch ein wenig gestillt haben. Ich sage bewusst ,ein wenig‘ , denn neugierig bleiben solltet ihr auch nach eurem Abschluss. Denn bleibende Neugierde ist die beste Investition in eure weitere Zukunft.“

Drei Sätze stellte Schulleiter Hanneken schließlich in den Mittelpunkt seiner Abiturrede: „Nehmen Sie sich selber nicht zu ernst. Das ist ein wichtiger Satz gegen Überheblichkeit und Fixiertheit auf das eigene Ich und auf die eigene Bedürfnisstruktur. Machen Sie etwas aus sich – dies ist ein wichtiger Satz gegen Trägheit und Wehleidigkeit.“ Mut machte Hanneken den Abiturienten mit seinem zentralen Satz: „Denken Sie nicht zu gering von sich. Gott liebt uns, und deshalb existieren wir. Sie sind nicht festgelegt auf das, was man hat oder nicht hat, was man denkt oder nicht denkt oder was andere von Ihnen denken – und seien es Ihre Lehrer oder Eltern.“

Eingeleitet durch einen Gottesdienst und umrahmt von Musik des Schulchores sowie des Blasorchesters Regenbogen, endete mit Übergabe der Zeugnisse schließlich der Festvormittag. Am Abend folgte schließlich ein Festessen sowie anschließend der traditionelle Abi-ball.