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„Fahrgastzahlen verzehnfacht“ Verkehrsgemeinschaft Osnabrück Nord feiert 20-jähriges Bestehen


Altkreis Bersenbrück. Ein großer Doppelstockbus der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Nord fuhr am Mittwochnachmittag durch den Altkreis. Eigentlich nichts Besonderes. Dieser aber war voll besetzt mit Vertretern aus der hiesigen Politik und Wirtschaft. Warum? Die VOS Nord hatte zu ihrem 20-jährigen Bestehen zu einer Fahrt mit interessanten Zwischenstationen eingeladen.

Viele wichtige Gäste sind gekommen. Eine besondere Herausforderung für Fahrer Bernd Hümmeler? „Wir fahren alles querbeet, Senioren, Prominente, Schüler“, sagt der Voltlager. Die Botschaft, die hinter diesem Satz steckt: Bei der VOS Nord sollen alle Gäste die gleich hohe Qualität geboten bekommen.

Die Rundreise beginnt am Kreismuseum in Bersenbrück, das von seinem Leiter Gerhard Friedrich Philipp vorgestellt wird. Nach 1,4 Kilometern folgt bereits der erste Stopp. Im Gasthof Hilker wartet neben Kaffee und Kuchen noch eine Überraschung, selbst für die Verantwortlichen der VOS Nord: Sven Borgelt von der Firma Schrage-Reisen aus Melle ist mit einer großen Geburtstagstorte der VOS (jenseits des Penter Knapps) angetreten, noch dazu hat der Geschäftsführer eine lebende Haltestelle mit Armen und Beinen mitgebracht, das Haltelinchen, quasi verkörpert von Carolin Wilmer.

Dann geht es wieder ab in den Bus, Richtung Hahnenmoor. Auch ohne Krawatte souverän, blickt Karl Hülsmann auf 20 Jahre zurück. „Wir bedienen etwa die Hälfte des Landkreises Osnabrück und ein Drittel der Bevölkerung mit Busverkehren“, sagt der VOS Nord-Geschäftsführer, bedankt sich bei der Politik, würdigt die Leistungen von Heinz Rohling, spricht von etwa 90 Prozent sitzend beförderter Fahrgäste, auch der Schüler, lobt Verkehrswacht und Polizei für deren Einsatz bei der Busschule und den Buslotsen. „Angefangen sind wir vor 20 Jahren mit gut 100000 Fahrgästen im Jahr, heute sind es mehr als eine Million, also zehnmal so viel“, erklärt Karl Hülsmann zufrieden.

Dann übergibt der Busunternehmer an Udo Hafferkamp und Rolf Wellinghorst, die als engagierte Reiseleiter mit beachtlicher Heimatkenntnis ebenfalls im Buseinsatz sind. „Wir machen eine kleine Reise durch Raum und Zeit“, kündigt Wellinghorst an. „Dabei zeigen wir die Entwicklung der Kulturlandschaft im Osnabrücker Nordland, die schönen Dinge und die kleinen Probleme“, verspricht der Lehrer vom Artland-Gymnasium in Quakenbrück. Am Lernstandort beeindruckt die Natur mit ihrer Weite und Udo Hafferkamp mit seiner Energie, die er im Sinne eines besseren Verständnisses für die Natur einsetzt.

Wieder in den Bus, einmal Fursten Forest bitte. Am ehemaligen Kasernengelände in Fürstenau steigt Wilhelm Gast zu und erzählt bei einer Rundfahrt, wie sich das Freizeitprojekt entwickelt hat. Er hat über viele Jahre hinweg die Technik in den Gebäuden betreut. Weiter geht es zum Heimathaus in Settrup, wo Metzgermeister Klaus-Jürgen Schönborn schon den Grill angeheizt hat – für den gemütlichen Ausklang eines erlebnisreichen Ausfluges.


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