Umbau und Erweiterung Christliche Gemeinde Bad Rothenfelde expandiert

Von Petra Pieper

Die Grundschule Bad Rothenfelde ist auch Tagungsort des Rates. Archivfoto: Achim KöppDie Grundschule Bad Rothenfelde ist auch Tagungsort des Rates. Archivfoto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Wegen steigender Besucherzahlen möchte die Christliche Gemeinde Bad Rothenfelde ihren Gottesdienstraum auf dem Eckgrundstück Pagenkamp/Eschstraße erweitern und plant zu diesem Zweck einen Teilabriss und Neubau.

Der Rat genehmigte jetzt bei vier Enthaltungen den Antrag der Christlichen Gemeinde auf Befreiung von einigen Festsetzungen des Bebauungsplanes.

Verdopplung der Platzzahl

Der derzeitige Gottesdienstraum hat etwa 100 Sitzplätze, in Zukunft wird ein Bedarf von circa 200 Sitzplätzen erwartet. Außerdem werden zusätzliche Räume für die Kinder- und Jugendarbeit benötigt. Für Umbau und Erweiterung beantragt die Kirchengemeinde einige Abweichungen von den Festlegungen des gültigen Bebauungsplans Nr. 17 A „Östlich der Eschstraße“. Dabei handelt es sich um eine Überschreitung des überbaubaren Bereichs, um eine geänderte Dachform und um die Erlaubnis, drei eigentlich zur Erhaltung festgelegte Buchen zu fällen.

Iris Seydel vom Bauamt erläuterte, dass die beantragte Überschreitung der Baugrenzen 0,45 Meter zur Süd-West-Seite und 2,45 Meter zur Süd-Ost-Seite betragen. Statt eines eigentlich vorgeschriebenen Satteldachs möchte die Kirchengemeinde aus akustischen und optischen Gründen eine moderne Pult-Dachform wählten, die mit 8,70 Meter deutlich unter der zulässigen Traufhöhe von 11,50 Meter bleibt. Und weil der Neubau unterkellert werden soll, könnten drei an der südwestlichen Grundstücksgrenze stehende Buchen nicht erhalten werden. Seydel empfahl die Fällung unter der Bedingung zu erlauben, dass die Bäume an einer anderen Stelle auf dem Grundstück durch standortgerechte Exemplare mit einem Stammumfang von mindestens 18 Zentimetern ersetzt werden. Die Kirchengemeinde habe vorgeschlagen, sechs neue Säulen-Hainbuchen zu pflanzen. Mehr aus Bad Rothenfelde

Parkplätze

Da negative städtebauliche Auswirkungen nach Ansicht der Verwaltung nicht zu erwarten sind, erklärte der Rat das gemeindliche Einvernehmen mit den Befreiungen. Allerdings fragte Michael Beetz (Grüne), ob angesichts der „heute schon prekären Parkplatzsituation“ nicht auch mehr Stellplätze vorgeschrieben werden müssten. Frau Seydel verwies darauf, dass die Kirchengemeinde mit 17 mehr als die erforderlichen 12 Parkplätze vorhalte. Es gebe auch eine Vereinbarung, dass Gäste ihre Autos auf dem Aldi-Parkplatz abstellen könnten. „Die Kirchengemeinde ist sehr bemüht, die Parkplatzsituation zu entschärfen“, sagte Seydel.