Haus mit besonderem Charakter Zukunftstag „Jugendkloster Ahmsen“ sprüht vor Ideen

Im Exerzitienhaus in Ahmsen fand der Zukunftstag statt. Foto: Jugendkloster AhmsenIm Exerzitienhaus in Ahmsen fand der Zukunftstag statt. Foto: Jugendkloster Ahmsen

Lähden. Im Exerzitienhaus in Ahmsen hat das Zukunftsforum des Jugendklosters stattgefunden.

Trotz einiger Krankheitsfälle waren 35 MitarbeiterInnen der Jugendpastoral aus dem gesamten Bistumsgebiet angereist. Sie wollten die Räumlichkeiten des zukünftigen Bildungs- und Begegnungshauses kennenlernen und ihre Angebotsideen für ein Haus mit besonderem Charakter einbringen.

Aufgabe und Zielgruppe

Das bisherige Exerzitienhaus Ahmsen wird seine Aufgabe und Zielgruppe verändern. Die bisherige Leiterin Johanna Merkt geht zum Ende des Jahres 2018 in den Ruhestand, und der Marstall Clemenswerth e.V. wird das Haus zukünftig gestalten. Der Verein wird dann voraussichtlich unter dem Titel „Marstall Clemenswerth und Jugendkloster Ahmsen e.V.“ agieren und Trägerverein beider Häuser sein. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden künftig die vorwiegen Zielgruppe darstellen, dass Haus soll seinen besonderen Charakter aber keineswegs verlieren. Gruppen, die das Haus bisher nutzen, sind herzlich eingeladen auch weiterhin dort zu Gast sein. Zudem werden, wenn auch in kleiner Umfang, weiterhin Exerzitien und geistliche Begleitung angeboten und darüber hinaus viele neue Veranstaltungen einen Platz bekommen.

Hausführung

Im Rahmen des Zukunftsforums wurde den Mitarbeitern der Jugendarbeit des Bistums zunächst die Möglichkeit gegeben, die Räumlichkeiten und den Ort kennenzulernen. Während einer umfangreichen Hausführung am Vormittag wurden auch die baulichen Veränderungen vorgestellt. So wird ein neuer Tagungsraum noch in diesem Jahr errichtet und die Bettenzahl auf 75 erhöht. Das ermöglicht die zeitgleiche Belegung durch zwei größere Gruppen. Zudem wird eine Selbstversorgerküche eingerichtet, sodass eine weitere Belegungsform möglich ist. Die Gruppen sollen die Möglichkeit bekommen Mahlzeit selbst herzurichten und sich zu anderen Mahlzeit voll verpflegen zu lassen. Auch gemeinsames Kochen kann dann zum inhaltlichen Programm gehören.

Positive Rückmeldungen

Schon während der Hausführung waren positive Rückmeldungen zu hören. Die Teilnehmer bewerteten das Haus und seine Umgebung als „einen idyllischen Ort, mit toller Atmosphäre und viel Raum und Platz.“ Und zu gleich sprossen erste Ideen: „Vielleicht sind sogar kleinere Zeltlager denkbar, aber ganz sicher ist es ein Ort mit besonderem Charme. In klösterlicher Umgebung im Grünen gelegen, werden junge Menschen die Möglichkeit haben sich mit den für sie wichtigen Themen auseinander zu setzen oder auch einfach einmal die Freizeit genießen.“

Am Nachmittag wurde konkret an Angeboten und Veranstaltungen im Bildungs- und Begegnungshaus gearbeitet. Deutlich wurde dabei schnell, dass der klösterliche Charakter ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist und bleiben soll. So luden die dort lebenden indischen Franziskaner dazu ein mit ihnen gemeinsam Gottesdienst zu feiern und kündigten an, ihre täglichen Gebetszeiten für Jugendliche zu öffnen. Pater Vijay, Leiter der Kommunität, erläuterte: „Natürlich werden nicht alle Jugendlichen einer Gruppe zum Morgengebet kommen. Aber wenn jemand Lust hat einmal dabei zu sein, dann ist er oder sie herzlich eingeladen.“

Mitarbeiter der Gemeindearbeit

Darüber hinaus gab es Angebotsideen, wie „Tage religiöser Orientierung“ mit Schulklassen, Jugendvespern, Abiturvorbereitung in klösterlicher Umgebung oder Sommerfreizeiten. Die Jugendverbände, Jugendbüros, die Mitarbeiter aus der Gemeindearbeit und der Freiwilligendienste zeigten sich erfreut über das neue Haus und wollen es zukünftig mit ihren Gruppen nutzen. Das Jugendkloster Ahmsen wird Raum für neue Angebote bringen. Kai Thierbach, stellvertretende Hausleitung des Marstall Clemenswerth, betonte: „Wir freuen uns, wenn hier etwas Neues gewagt wird. Hier gibt es Raum für Experimente. Und die sollen nicht an Sorge um Ausfallgebühren scheitern.