Fußball-Talks unter der Lupe Flekken: Bei Zeiglers Kacktor bin ich ganz vorne dabei

Von Daniel Bressler

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Osnabrück. Am Sonntagabend war im WDR der Negativrekord von HSV-Trainer Bernd Hollerbach das große Thema in der „Wunderbaren Welt des Fußballs“ von Arnd Zeigler. Außerdem präsentierte der Satiriker einen potentiellen Kandidaten für die Rubrik „Kacktor des Jahres“.

Zeigler begann die Sendung, indem er Aufkleber und Pappfiguren mit der Aufschrift „Ein Herz für den HSV“ in Anlehnung an die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ in seinem Studio platzierte. Nach humoristischen Kommentaren über den Hamburger SV wie etwa, dass der größte Erfolg der Saison das Abitur von Nachwuchsstürmer Fiete Arp sei, folgte der Negativrekord von Hollerbach mit der längsten Serie ohne Sieg als Trainer in der 1. und 2. Bundesliga.

Diesen Rekord teile sich Hollerbach allerdings mit Fritz Martin, der im Jahr 1975 Trainer des Zweitligisten Spandauer SV war. Zeigler spielte alte Videosequenzen über den Verein aus Berlin ab, dessen Spieler alle noch einen zweiten Beruf ausübten. Spandau verpflichtete beispielsweise den ehemaligen Handball-Nationalspieler Helmut Kosmehl und Martin tauchte auf dem Mannschaftsfoto in Zivil auf. Er war nur auf dem Papier Trainer, da der eigentliche Coach keine Lizenz hatte. „Fritz Martin ist niemand anderes, der in blauer Freizeitkleidung auf Mannschaftsfotos herumstand“, sagte Zeigler.

In der Rubrik „Kacktor des Monats“ präsentiert Zeigler üblicherweise skurrile Tore aus dem Amateurfußball. Diesmal stand aber die Zweitligapartie zwischen dem MSV Duisburg und dem FC Ingolstadt im Fokus. Duisburgs Mark Flekken hatte nicht mitbekommen, dass ein Treffer seiner Mannschaft aberkannt wurde. Der Torwart drehte sich feiernd zu den Fans um, als bereits der Gegenangriff lief. In dem Moment, in dem Flekken einen Schluck trinken wollte, war der Ball bereits in seinem Tor. Auf die Frage, ob der Keeper die Rubrik in Zeiglers Sendung kenne, antwortete er: „Da werde ich ganz weit vorne mit dabei sein, glaube ich.“


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