Aufklärungsquote gestiegen Weniger Straftaten in Niedersachsen – Trend zum Tragen von Waffen

Von dpa

Schutz vor Einbrechern: Jeder vierte Befragte kümmert sich inzwischen um zusätzlichen Einbruchsschutz. Foto: imago/Jochen TackSchutz vor Einbrechern: Jeder vierte Befragte kümmert sich inzwischen um zusätzlichen Einbruchsschutz. Foto: imago/Jochen Tack

Hannover. Die Zahl der Straftaten in Niedersachsen ist erneut rückläufig, während die Aufklärungsquote abermals gestiegen ist.

Die Zahl der registrierten Straftaten sank im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent auf 526 120 Fälle, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) bei der Vorlage der Kriminalitätsstatistik für 2017 am Montag in Hannover. Die Aufklärungsquote stieg im Vergleich zu 2016 um fast einen Prozentpunkt auf 62,3 Prozent. Die Zahl der Wohnungseinbrüche, die die Menschen besonders umtreiben, sank im Vorjahresvergleich um rund 17 Prozent. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sank in Niedersachsen auf den niedrigsten Wert seit über 35 Jahren.

Furcht, Opfer zu werden

Ungeachtet des positiven Trends stieg die Furcht der Niedersachsen, Opfer eines Verbrechens zu werden, im vergangenen Jahr nach den Ergebnissen einer Befragung für eine Dunkelfeldstudie an, wie der Präsident des Landeskriminalamtes (LKA), Uwe Kolmey, sagte.

Insbesondere fürchteten sich die Menschen demnach vor Einbrüchen und Diebstählen. Vor diesem Hintergrund setze sich der Trend zum Tragen von Waffen fort. 5,8 Prozent der Befragten gaben an, ein Messer oder etwa Reizgas bei sich zu tragen. Andererseits nahm die Zahl der Befragten deutlich zu, die ihre Wohnung etwa mit zusätzlichen Riegeln oder einer Alarmanlage vor Einbrüchen schützen. Jeder vierte Befragte kümmert sich inzwischen um zusätzlichen Einbruchsschutz.