Letzte Auszeichnung für Triathlet Meene Olympia färbt auf Sportlerehrung in GMHütte ab

Von Sven Hallmann

Bürgermeister Ansgar Pohlmann (rechts) zeichnete unter anderem die Triathleten (von links) Florian Meene, Tobias Bußmann und Dr. Christoph Averdiek-Bolwin aus. Foto: André HavergoBürgermeister Ansgar Pohlmann (rechts) zeichnete unter anderem die Triathleten (von links) Florian Meene, Tobias Bußmann und Dr. Christoph Averdiek-Bolwin aus. Foto: André Havergo

GMHütte. Einen Abriss der bunten Sportszene der Stadt Georgsmarienhütte erlebten die Besucher der Sportlerehrung. Ausgezeichnet wurden 84 Athleten für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2017.

Allgegenwärtig war bei der Sportlerehrung der jüngste Erfolg der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Nicht nur Moderator Michael Dreier von der Stadt Georgsmarienhütte und Bürgermeister Ansgar Pohlmann, auch der ein oder andere Sportler verwies auf die Leistung der Olympioniken. Carsten Dunkel vom Tischtennis-Regionalligisten Sportfreunde Oesede stellte mit Blick auf das Spiel gegen Spitzenreiter TTS Borsum klar: „Wir machen es einfach wie die Eishockeyspieler.“ Daraus wurde beim 0:9 zwar nichts, dennoch wurde sein Team verdientermaßen für die Oberligameisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg geehrt.

Auch die Landesligafußballer von Viktoria Georgsmarienhütte verwiesen auf die Silbermedaillengewinner von Südkorea, als sie nach ihren Chancen auf den Klassenerhalt gefragt wurden. Den größten Applaus erntete Günter Liegmann. Der Sportler, der den Ultramarathon von Sylt bis zur Zugspitze im vergangenen Jahr erfolgreich abschloss, wurde bereits im Januar zum Sportler des Jahres der Stadt Osnabrück gewählt. Neben Liegmann wurden die Triathleten Florian Meene, Tobias Bußmann und Christoph Averdiek-Bolwin für ihre Leistungen geehrt.

Bußmann und Averdiek-Bolwin hatten am Ironman auf Hawaii teilgenommen, Meene den 42. Platz bei der Triathlon-Weltmeisterschaft in Rotterdam und den 22. Platz bei der Europameisterschaft in Düsseldorf erreicht. „Eine Ehrung ist immer ein schönes Gefühl – vor allem in der Stadt, in der man wohnt. Für mich ist es zudem die letzte Ehrung“, verriet Meene, der inzwischen aus beruflichen Gründen in Paderborn lebt und für den dortigen Triathlon-Verein an den Start geht. „Im nächsten Jahr möchte ich wieder an der WM in der Schweiz teilnehmen. Dieses Jahr findet die WM in Australien statt, das wird etwas schwierig“, sagte Meene, der den Ironman-Triathlon 2015 absolvierte.

Beeindruckt zeigte sich das Publikum auch bei Speedway-Fahrer Marlon Hegener vom MSC Cloppenburg. Der 13-Jährige hatte 2017 Platz neun bei der WM im französischen Morizers, sowie Rang drei bei den Norddeutschen und Platz sechs bei den Deutschen Meisterschaften belegt. „Papa hat das auch schon gemacht“, verriet Hegener auf die Frage nach den Gründen für das Ausüben der gefährlichen Sportart und fügte an: „Gebrochen habe ich mir bisher aber noch nichts“.

Auch das Rahmenprogramm der Sportlerehrung bot den Besuchern einiges. Neben Live-Musik präsentierte die Parkour-Abteilung des TV GMHütte eine Kostprobe ihrer Sportart. Bürgermeister Pohlmann bedankte sich ausdrücklich auch bei den Trainern, Betreuern, Eltern, Geschwistern, Funktionären und Partnern der geehrte Sportler, die deren Leistung erst ermöglicht hätten. „Wir erleben heute einmal mehr einen Überblick über die Georgsmarienhütter Sportlandschaft“, sagte Pohlmann und hob die gute Infrastruktur der Stadt hervor.

Einzig ein paar Absagen trübten die Stimmung etwas. Laut Dreier begründeten die Athleten ihr Fehlen mit dem laufenden Trainingsbetrieb und den Wettkampfvorbereitungen. Angesichts der bunten Mischung der anwesenden Sportler auf der Bühne dürfte die Veranstaltung dennoch dem Anlass gerecht geworden sein.