Rückblick und Vorausschau Kolpingsfamilie Hasbergen trifft sich zur Mitgliederversammlung

Von Werner Barthel

Ein Höhepunkt in der Reihe der Veranstaltungen für die Kolpingfamilie Hasbergen im letzten Jahr war die dreitägige Fahrt nach Köln. Unter dem Denkmal von Adolf Kolping wurde eine Pause eingelegt. Foto: Reinhold HenkelEin Höhepunkt in der Reihe der Veranstaltungen für die Kolpingfamilie Hasbergen im letzten Jahr war die dreitägige Fahrt nach Köln. Unter dem Denkmal von Adolf Kolping wurde eine Pause eingelegt. Foto: Reinhold Henkel

Hagen. Im letzten Jahr zog es sie an den Ort, an dem alles seinen Anfang nahm: Anlässlich ihres 70. Geburtstags machte sich die Hasberger Kolpingsfamilie auf nach Kerpen, dem Geburtsort Adolf Kolpings. Diese Reise war ein Highlight in einer stattlichen Reihe von Unternehmen und Aktivitäten, die die Hasberger Kolpingsfamilie bei ihrer Mitgliederversammlung im Pfarrheim Revue passieren ließ.

Man kam schnell zur Sache: Der Vorsitzende Christian Böckenförde begrüßte Präses Pfarrer Christoph Baumgart sowie rund 30 Kolpinger, stellte die Beschlussfähigkeit fest und erteilte Schriftführer Reinhold Henkel das Wort. Dieser ließ per Fotoshow die Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal lebendig werden.

Da ist an erster Stelle der 70. Geburtstag der Hasberger Kolpingsfamilie zu nennen. In der Chronik der katholischen Kirchengemeinde ist nachzulesen, was an dem Tag vor fast genau 70 Jahren geschah: „Von der kirchlichen Vereinsarbeit“, so ist dort vermerkt, „ist zu erwähnen, dass am 21. Februar 1947 die Gründung einer Kolpingsfamilie beschlossen wurde. Es meldeten sich 18 Jungmänner und neun Männer.“

70 Jahre Mitglied

Josef Gausmann, Gerhard Laschütza und Hermann Tobergte gehörten vor 70 Jahren zu der Schar Interessierter, die sich damals zu den Idealen Adolf Kolpings bekannten und heute noch immer dabei sind. Gemeinsam mit ihnen und weiteren Jubilaren verbrachte man das Jubiläum mit Dankgottesdienst und Feierstunde, an der auch Bürgermeister Holger Elixmann, selbst Kolpinger, teilnahm.

Auch das Programm für dieses Jahr wird mit vielen Veranstaltungen auf Interesse stoßen: Neben Spaziergängen und Besichtigungen erwarten die Hasberger Kolpinger Mess- und Andachtsfeiern sowie verschiedene Fahrten und Ausflüge.

Bei zwei zukunftsweisenden Projekten des Kolpingwerks in Köln beziehungsweise des Kolping-Diözesanverbandes Osnabrück möchten sich die Hasberger Kolpinger unbedingt einbringen. Das Projekt „Upgrade… unser Weg in die Zukunft“ hat sich zum Ziel gesetzt, Idee und Wirken Adolfs Kolpings unter dem gesellschaftlichen Wandel für die Zukunft zu erhalten und sich der „neuen Zeit“ anzupassen.

Auf gesellschaftliche Veränderungen einstellen

Der Diözesanverband Osnabrück dagegen möchte die Verbindung mit den einzelnen Kolpingsfamilien stärken. Darüber hinaus sollen Kolpingsfamilien in dem Bemühen begleitet werden, sich auf die gesellschaftlichen Veränderungen einzustellen.

Nach dieser Zukunftsmusik ging es in Hasbergen auch noch um die Finanzen. „Bislang können wir alle Ausgaben noch über die Mitgliederbeiträge bewältigen“, machte Kassenwart Josef Dühnen deutlich. „Wir brauchen vorerst also keine Satzungsänderung vornehmen.“ Dass die Hasberger trotz knapper Kassen noch über genug Finanzmasse verfügen, um anderen Einrichtungen unter die Arme greifen zu können, grenzt da schon an ein kleines Wunder.

Erlös aus Altkleidersammlung

So beglückte man zum Beispiel die Kleiderkammer „Jacke und Hose“ mit 500 Euro, dem Familienzentrum überwies man 300 Euro, und zu verschiedenen Fahrten verhalf man einigen Familien mit einem Zuschuss zur Teilnahme. Ermöglicht wurden diese Maßnahmen vor allem aus dem Erlös der Altkleidersammlungen.

„Die finden zweimal im Jahr statt“, erklärte Schriftführer Reinhold Henkel. Gemeinsam mit Hausmeister Hartmut Gurke und einigen anderen freiwilligen Helfern fahren sie im April und Oktober mit den von Hasberger Firmen zur Verfügung gestellten Lastwagen alle Straßen des Ortes ab und sammeln die am Straßenrand abgestellten Altkleidersäcke ein.

Josef Dühnen hat errechnet, dass sie dabei im letzten Jahr gut 1000 Kilometer zurückgelegt haben. Dühnen: „Dabei hat diese Truppe, die sich sonst auch noch einmal in der Woche um die Grünanlagen des Kirchenzentrums kümmert, rund 2300 Säcke mit einem Gesamtgewicht von etwa zwanzig Tonnen bewegt.“

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