Kirchenvorsteher gesucht Lutherische Regionalsynode berät über Zukunftsimpulse

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Warben gemeinsam mit den Delegierten des Kirchenkreistags für die Kirchenvorstandswahlen am 11. März. Superintendent Bernd Brauer und Präses Heinz-Hermann Nordholt (vorderste Reihe 4. Und 5. von rechts.) Foto: Brigitte SiemoneitWarben gemeinsam mit den Delegierten des Kirchenkreistags für die Kirchenvorstandswahlen am 11. März. Superintendent Bernd Brauer und Präses Heinz-Hermann Nordholt (vorderste Reihe 4. Und 5. von rechts.) Foto: Brigitte Siemoneit

Meppen. Die Delegierten aus 27 Kirchengemeinden des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim haben über neue Impulse in der evangelischen Kirche beraten.

Der Kirchenkreistag (Regionalsynode) tagte in der Bethlehemgemeinde im Meppener Stadtteil Esterfeld. Als Gäste verfolgten Bürgermeister Helmut Knurbein und Heinz-Hermann Nordholt, Präses des reformierten Synodalverbands Grafschaft Bentheim die Sitzung und sprachen Grußworte nach dem gemeinsamen Gottesdienst, in dem Pastor Thorsten Jacobs sich in Übertragung eines alten Amos Textes selbstkritisch mit Anspruch und Wirklichkeit von Kirche heute beschäftigte.

Bilderreicher Streifzug

Im Verlauf der Tagung zeigte sich, wie sehr die 57 Delegierten um Wandel und Lebendigkeit rangen und dabei den Schwung des nun zu Ende gegangenen Reformationsgedenkjahres mitnehmen wollten. Zur Einstimmung in die reguläre Tagesordnung zeigte Öffentlichkeitspastor Ulrich Hirndorf in einem bilderreichen Streifzug durch den Kirchenkreis besondere Gemeindemomente des vergangenen Reformationssommers. In über 100 Ausstellungen, Diskussionen aber auch Fahrten und Festen hatten sich neben vielen ökumenischen Gottesdiensten die Lutheraner mit ihrer Geschichte und der Gegenwart auseinandergesetzt.

Erkenntnisse und Impulse

Superintendent Bernd Brauer sprach in seinem Bericht aus dem Kirchenkreisvorstand die Hoffnung aus, dass sich in der zukünftigen Arbeit des Kirchenkreises viele Erkenntnisse und Impulse aus dem Festjahr wiederfinden mögen. Großes Thema bei den Delegierten war die in erster Lesung durch Amtsleiter Daniel Aldag vorgestellte Möglichkeit, die gemeindliche Kita-Trägerschaft in Zukunft durch eine Kirchenkreisträgerschaft zu ergänzen. Während sich das Kirchenkreisamt um Personalentwicklung und betriebswirtschaftliche Belange kümmert und damit den örtlichen Kirchenvorstand entlastet, sollen Pädagogik und geistliche Begleitung weiterhin vor Ort entwickelt und umgesetzt werden. Mehr Zeit für inhaltliche Arbeit solle Eltern und Kindern zugutekommen, so der Amtsleiter. Das Modell könnte 2019 parallel zum jetzigen Gemeindeträgermodell eingeführt werden, wenn sich genügend Gemeinden finden, die sich im Verband zusammenschließen.

Beratungsprozess

In der Aussprache zeigte sich, dass die Idee an sich und auch der Beratungsprozess positiv gewürdigt wird, jedoch Vorbehalte gegen die Abgabe von Verantwortung in einen Verband bestehen. Weniger Vorbehalte gab es bei der Beratung zum Thema Klimagerechtigkeit. Der Umweltbeauftragte des Kirchenkreises, Volkhart Binner riet den Delegierten zur Einführung eines Klimakompensationsfonds. Dienstfahrten der Gremien und Dienststellen des Kirchenkreises sollten im CO2 Verbrauch errechnet und mittels einer Umrechnungstabelle kompensiert werden durch Einzahlung in den landeskirchlichen Kompensationsfonds, von dem Projekte zur Klimagerechtigkeit in anderen Ländern finanziert werden. Nach kurzer Diskussion und dem wiederholten Votum, dass die besondere christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung sich schon aus der Schöpfungsgeschichte ableite, soll der Kompensationsfonds nun eingerichtet werden.

Wahl am 11. März

Am 11. März wählen alle evangelischen Wahlberechtigten in Niedersachsen neue Kirchenvorstände. Erstmalig auch parallel mit den reformierten Schwestern und Brüdern. In den lutherischen Gemeinden des Emslands und der Grafschaft werden mehr als 200 ehrenamtliche Kirchenvorsteher gesucht. „Wer für die Gemeindeleitung kandidiert, engagiert sich ehrenamtlich für seine Kirche vor Ort und im Kirchenkreis. Wer wählen geht, entscheidet nicht nur mit, wer in seiner Gemeinde künftig Entscheidungen trifft, sondern zeigt auch Wertschätzung und Dankbarkeit denjenigen gegenüber die bereit sind, evangelische Kirche aktiv mitzugestalten,“ ruft Hirndorf die Wahlberechtigten ab 14 Jahren auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen.


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