Schwank „Der ewige Junggeselle“ bei Lecon Erfolgreiche Premiere des Plattdeutschen Theaters Belm

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Belm. Ins Milieu der Junggesellen und Kuppler dringt das neue Lustspiel der Plattdeutschen Theatergruppe Belm ein und fördert dabei etliche Pointen zutage. „Der ewige Junggeselle“, so der Titel des Stücks von Hans Herberts, feierte im ausverkauften Saal Lecon Premiere und erfüllte in allen Belangen die Erwartungen der Zuschauer.

Bevor die Mundartdarsteller am Zuge waren, gehörte die Aufmerksamkeit des Publikums erst einmal dem Posaunenchor der evangelischen Kirche, der in fester Symbiose mit der Theatergruppe verbunden ist. Schließlich waren es einige Mitglieder eben dieser Musikgruppe, die sich im Jahr 1960 zur Theatergruppe formiert hatten. Zwar ist heute keiner der Laiendarsteller mehr als Musiker im Posaunenchor aktiv, doch die Verbundenheit ist geblieben.

Das Musikensemble, geleitet von Manfred Göhler, der sein 50-jähriges Chorleiterjubiläum feiert, trumpfte mit einem abwechslungsreichen Programm auf und unterhielt die Zuhörer im Saal mit Titeln wie „Rumba del Camino“, dem Gassenhauer „Berliner Luft“ und weiteren Stücken. Mit ihrem Jubilar am Dirigentenstab konnten sich zudem Elsbeth Lüssenheide und Kurt Herkenhoff über ihre 50-jährige Mitgliedschaft und John Villafana und Heiner Krappitz über die 40-jährige freuen.

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Danach gehörte die Aufmerksamkeit der Zuschauer den Theaterspielern. Die starteten fulminant mit einem Streitgespräch der Geschwister Waldi (Josef Kolde) und Rosel (Irene Holtmeyer), in dem einiges an schmutziger Wäsche gewaschen wurde. Grund für den Streit war das liederliche Leben des ewigen Junggesellen Waldi, der dem Schnaps zugeneigt ist, von Ordnung im Haus dagegen so gar nichts hält. „De Mann is de Kopp vonne Familie“, lautet sein Credo, das Rosel aber gleich mit dem Spruch „Und die Frau dat Hirn“ zurechtrückt.

Als dann Heini (Christof Schobbe) auftritt, entwickelt die Handlung eine weitere Dynamik. Der Mann ist als Viehhändler und Heiratsvermittler aktiv und hat just die frühere Haushälterin des Pastors in Glane „im Angebot“. Waldi beißt an, muss in der nächsten Szene aber feststellen, dass die Ehe so oder so aussehen kann. Da kriegt nämlich Freund Manni (Bernhard Lange) ordentlich Saures von seiner Frau Luise (Claudia Elstro), die das Sagen hat. Und dann ist ja auch noch Lieselotte da, die „übrig gebliebene Jungfer“ aus dem Pastorenhaushalt, die Waldi ja doch einmal kennenlernen möchte.

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Mehr sei aber nicht preisgegeben. Wer wissen will, wie die Sache ausgeht, hat noch am 4. März bei Lecon sowie am 9. März im Schützenhaus in Icker und am 11. März in Wallenhorst-Hollage bei Barlag dazu Gelegenheit.

Es lohnt sich allemal. Das kleine Ensemble mit nur sechs Darstellern bringt allerhand Klamauk auf die Bühne. Die Pointen sitzen, es gibt die eine oder andere Überraschung und natürlich bleibt die Liebe nicht außen vor - Volkstheater in seiner besten Ausprägung. Nicht zu vergessen sind Ulrike Kahle als Souffleuse und Britta Kröger, die für das Aussehen der Darsteller verantwortlich ist.

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