Wegen des Frostwetters Meller Berg: Probebohrungen gestoppt

Von Christoph Franken

37 Meter tief ist der historische Brunnen an der Diedrichsburg, der nicht mehr genug Wasser fördert. Foto: Kirsten Muck37 Meter tief ist der historische Brunnen an der Diedrichsburg, der nicht mehr genug Wasser fördert. Foto: Kirsten Muck

Melle. Die Probebohrungen für einen neuen Brunnen am Meller Ausflugsziel Diedrichsburg sind am Wochenende gestoppt worden.

Nach jahrelangen Problemen mit der Wasserversorgung für die Diedrichsburg und deren Gastronomie soll auf dem Meller Berg neben der Burg ein neuer Brunnen gebohrt werden. Die vorgesehene Tiefe: 70 Meter.

Die Probebohrungen hatten in der vergangenen Woche begonnen und sollen auch Aufschluss über die Gesteinszusammensetzung im Berg geben.

Die Bohrungen mit Pressluft endeten am Freitag jedoch bereits in 15 Meter Tiefe. „Da kam überraschenderweise eine Tonschicht, die mit Pressluft nicht zu durchbohren ist“, erklärte Heinz Garlich als Vorsitzender des Verschönerungs- und Verkehrsvereins Melle. Der Verein hatte die Bohrungen in Auftrag gegeben.

Wieder abgerückt

Um die Tonschicht zu überwinden, müsste eine Wasserstrahl-Lanze eingesetzt werden. Das aber ist wegen des aktuellen Frostwetters nicht möglich. Die Mitarbeiter der Bohrfirma aus Stemwede rückten daraufhin erst mal wieder ab.

Der bisherige historische Brunnen, der sich in einem eigenen Brunnenhaus neben der Burg befindet, hat eine Tiefe von rund 37 Metern. Die Burg-Gastronomie ließ sich zuletzt damit nicht mehr versorgen, weil der Brunnen immer mal wieder monatelang trockenfiel. Im vergangenen Jahr hatten ehrenamtliche Helfer des Verschönerungs- und Verkehrsvereins in mühsamer Arbeit mit Tankwagen dafür gesorgt, dass die Gaststätte über genügend Wasser verfügte.

Eine zwischenzeitlich erfolgte Sanierung des alten Brunnens brachte keine wesentliche Verbesserung. Die Verlegung einer Wasserleitung auf den Berg war vom Trägerverein wegen zu hoher Kosten verworfen worden.