Ein mäusestarkes Abenteuer Meller Puppenspiele: Figurentheater Hille Puppille begeistert

Das Figurentheater Hille Puppille brachte das Stück „Löwenzahn und Seidenpfote“ mit nach Melle. Foto: Christina WiesmannDas Figurentheater Hille Puppille brachte das Stück „Löwenzahn und Seidenpfote“ mit nach Melle. Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Im Rahmen der Meller Puppenspiele konnte das Figurentheater Hille Puppille aus Dülmen am Sonntag mit dem Stück „Löwenzahn und Seidenpfote“ ihr Publikum im Forum begeistern.

Organisator Gerd Mikol vom Sonswas Theater wünschte den Zuschauern – besonders natürlich den kleinsten – „Viel Spaß!“

Nach einem Buch von Janosch

Dann begann das Stück, das nach dem Buch von Janosch gespielt wird, mit flotter Musik. Und die Puppenspieler Hille und Klaus Menning brachten mit den Klappmaulpuppen ein mäusestarkes Abenteuer auf die Bühne.

Auf eben dieser erschienen Mäusedame „Luischen“ und ihr Mäusemann „Mauser“. Die beiden finden am Feldrand zwischen Blumen und Sträuchern ein neues Zuhause.

„Pfui, lauter Spinnenweben!“, schimpft Luischen zwar zunächst, findet die neue Behausung aber dennoch sofort ganz prima. Mit einem Maiskolben in den Mäusepfoten beschließt sie, ein leckeres Müsli zu machen. „Zur Feier des Tages nehme ich heute mal zwei Körner“, sagt sie putzmunter.

Die neue Heimat mit all seinen leckeren Speisen, so findet das Mäusepärchen, ist ein Schlaraffenland. „Hach, geht’s uns gut“, flöten sie selig.

Tollkühne Abenteuer

Dass das Essen auch für drei reichen würde, stellen sie blitzschnell fest. Wenn die Rahmenbedingungen nur nicht so kniffelig wären. Denn Luischen wünscht sich eine Tochter. Und zwar eine, die beim Backen und Kochen und Putzen helfen kann.

Mauser hingegen findet: Ein Sohn muss her. Der könnte schließlich toll beim Holz hacken und Herumwerkeln helfen.

Doch das Schicksal meint es gut. Es gibt einen Sohn und eine Tochter. Oder, wie Mauser findet: „Sohn und Tochter, das ist das Allerbeste!“

Nur der Sohn, „Löwenzahn“, ist für einen Jungen viel zu wenig draufgängerisch. Dagegen ist „Seidenpfote“, die Tochter, für jedes noch so tollkühne Abenteuer zu gebrauchen. Sie springt weiter und höher als ihr Bruder und schwimmt und taucht – ziemlich mäuseuntypisch – sogar in dem mysteriösen See, vor dem Löwenzahn so große Angst hat. Trotzdem hilft er Seidenpfote, einen „Schatz“ aus dem See zu bergen und so merken die kleinen Zuschauer: Gemeinsam kann man vieles schaffen!