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Wi küert Platt: Baunen Hiärm - Braumsker Ürgesteen

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Veerie Braumsker kennt em, auk de jüngeren. Et is ja auk ne Straute nau em benannt. Toerst wollen wecke de Straute "Im Kamp" ännern, owwer dann hadde de Straute "Bohnekamp" hett. Dat wör doch nich so goat. Hiärm gong besonders os Füerwehr-Chef sienen graden un oft harten Wech, un dat manges giergen schwöre Widerstänne, owwer fast immer mit Erfolg.

Dree unda Uig geif da daumalige Füerwehr-Hauptmann Struwe sien Amt äff un de niggen "Machthaber" menden, in Baunen Hiärm den richtigen Kerl "in Kraft to selten". Wenn de wüsst hadden, wott se mit em andröpen, ick gluwe, se hadden em nich nuormen.

Den ersten Geschmack kreigen se up Heldengedenkdag. De ganzen Organisationen un Vereene mossen an düssen Dag antriäm inne Münsterstrauten. Kommando vonne Partei: Toerst de Kriegervereen, dann de SA un ännere Organe in düsse Farbe. "Stop", siär Hiärm, "nau den Kriegervereen kuormt wie von de Füerwehr.

Demeesten von us hebbet den lesden Krieg mitmarket un hebbet sick kienen Namen mit Saalschlachten maket."

"Nix" , siär de Partei, et soll bie de gefassten Plan blieben. Do siär Hiärm: "füerwehr anträrn. Stillgestanden. Füerwehr wegtriäm?" Dat wör eenmaul, de neichsten Gedenkdage kweimt de Füerwehr nau den Kriegervereen.

Im 2. Weltkrieg sind de Braumsker Füerwehrmänner, de nich introkken wöm, oft in Ossenbrügge im Insatz wiäm. Eenmaul hebbe ick et beliärwet, dat he siene Männer sülbens ut de Luftschutzkeller halt heff.

Ick erinnere mie, os bie Knölkers Fabrik ne Luftmine runnerkuormen wör un upn Möhrlenort Fenster kott wörn un de Dackpannen uppe Straute leigen, do wöm dree Füerwehrlüe bie Möllers Schlachter innen Keller.

De Sirenegong, wiel Ossenbrügge Hülpe brukede. Et gong owwcr keiner ut Möllers Keller. Dor kweimt in grauten Schritten, dree Stufen up eenmaul, Hiärm innen Keller klabastert. He siär nich füll, nur dien Dumen wiesede nau buten un de drei gongen schliepsstiärt nau buten un afnaun "Spritzenhus".

Fiewenföttig kweimt de Besatzungsmacht, Hiärm bleiw Füerwehrchef. Un auk de "Besatzer" lemden em kennen. Et geifnen Befehl, dat nich miär os dree Lüe tohaupe sien drowweden. "Versammlungsverbot!" Nun wör een Füerwehrkamerad daute und daumauls wör de Beerdigung "vom Trauerhaus aus".

Bie Füerwehrkameraden gong de Füerwehr in uniform vödden vorn Liekenwagen voran. Mit Blausmusik. Dann wörd dat "Streichorchester Otto Flügel" in Uniform stopped un makede de "Trauermusik" upn Hinweg. Dat wollen de polnischen Besatzer owwer nich hebben. Hiärm wör dat egal.

Un so marschierde de Füerwehr in Uniform dür de Stadt vorm Liekenwagen, de Pastor mit twee Angehörigen achtern Wagen un de Rest Trauergäste immer to drütt upn Trottoir, owwer in gehörigem Afstand. Blauts kiene Versammlung! Sau giww et noch veerl von Hiärm to vertellen. Ick verteil ju dat olle noch. Versprorken!


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