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Emslandmedaille für Manfred Freiherr von Landsberg-Velen

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Mit klassischer Musik umrahmte Cellist Olaf Nießing den Festakt auf Schloss Dankern, bei dem Landrat Hermann Bröring (sitzend rechts) Manfred Freiherr von Landsberg-Velen mit der Emslandmedaille auszeichnete. <i> Foto: Hermann-Josef Mammes <i/>Mit klassischer Musik umrahmte Cellist Olaf Nießing den Festakt auf Schloss Dankern, bei dem Landrat Hermann Bröring (sitzend rechts) Manfred Freiherr von Landsberg-Velen mit der Emslandmedaille auszeichnete. Foto: Hermann-Josef Mammes

„Der Baron ist Gründer, Wegbereiter, Stimulant, Pionier und Ideengeber des emsländischen Tourismus.“ Mit dieser Aussage fasste Landrat Hermann Bröring die Verdienste von Manfred Freiherr von Landsberg-Velen zusammen und überreichte ihm für „herausragende Verdienste um den Landkreis die Emslandmedaille.

Im Rahmen des Festaktes auf Schloss Dankern in Haren sagte Bröring, dass sich der emsländische Kreistag einstimmig für diese hohe Auszeichnung ausgesprochen habe. Tatsächlich dürfen immer nur 21 lebende Emsländer diesen Orden tragen. Viele von ihnen waren als Ehrengäste im barocken Wasserschloss anwesend.

Der 86-jährige Baron, bereits 1990 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, erhielt die Emslandmedaille für sein Lebenswerk. Bröring erinnerte an den beschwerlichen Beginn des Ferienzentrums Schloss Dankern. Der Initiator sei Anfang der 1970er-Jahre mit seiner Idee „Urlaub vom Kind mit dem Kind“ bundesweit auf viel Skepsis gestoßen. Auch die Vorstellung, dass Menschen aus Deutschland und den Niederlanden nicht mehr in den Bergen und an der Küste, sondern ausgerechnet im Emsland sich erholen sollten, stieß vielerorts auf Unverständnis. Manfred Freiherr von Landsberg-Velen sei trotz aller Vorbehalte durch Deutschland gezogen und habe auf Messen sein ungewöhnliches Konzept vehement vertreten.

Dabei habe er die Ferienhausanlage bewusst direkt um das Schloss geplant. 1971 sei schließlich der Startschuss gefallen. Dies sei zugleich die Geburtsstunde des emsländischen Tourismus gewesen. Der Baron habe das Emsland aus dem touristischen Dornröschenschlaf geweckt. Bröring wörtlich: „Ihnen gebührt das Dankeschön der Emsländer, denn Sie haben Ihnen das Tor zum Tourismus geöffnet. Dank der Beharrlichkeit und dem unternehmerischen Mut sei eine der bedeutendsten Ferienanlagen in Deutschland entstanden. So sei Dankern noch heute das Zugpferd des Emslandes.

Der Dank des Landrats galt auch der Schwester. „Baronesse Helga“ (85) arbeitet noch heute im Betrieb mit. Zudem befinde sich das Unternehmen dank Sohn Friedhelm weiter in guten Händen.

Bürgermeister Markus Honigfort erinnerte daran, dass während der polnischen Besatzungszeit der Stadt Haren viele Bürger im Schloss von 1945 bis 1948 wie selbstverständlich eine Bleibe fanden, darunter auch seine Großeltern. Die sei nur eines von vielen Zeichen der „großen Menschlichkeit“ des Barons. Dank Dankern spiele Haren zudem in der „niedersächsischen Top-Fünf-Liga“ der Urlaubszentren mit. Dabei hätten damals viele Harener keinen Pfifferling auf die Vision des Barons gegeben.

 


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