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Landarzt, Maler, Autor

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Die elfte Ausgabe der Ankumer Heimathefte stellt eine bedeutende Persönlichkeit des Dorfes vor: den Schriftsteller, Maler und Arzt Dr. Alfred Eymann.

Über vierzig Artikel hatte das sechsköpfige Redaktionsteam in den vergangenen Monaten teils selbst verfasst, teils von 16 weiteren Autoren zugearbeitet bekommen. Dies berichtete Franz Feldkamp als Redaktionsleiter bei der Vorstellung des Buches im Ankumer Heimathaus.

Sanitätsrat Eymann, der von 1887 bis 1925 in seinem Heimatdorf mit Leib und Seele als Landarzt wirkte und der in seiner Freizeit Geschichten und Gedichte schrieb, ist der Hauptteil des Heftes gewidmet. Als Maler schuf Eymann eine Reihe von Gemälden, die die alte Ankumer Kirche zeigen, die im Jahr 1892 einen Brand zum Opfer fiel. Einige sind im Heimatheft abgebildet.

Ferner ist dem Ankumer "Königsmacher" Hermann Buschermöhle ein Artikel gewidmet wie "Lampen Mühle" in Ahausen, die Fahrradunternehmer Wilhelm Paulsen aus dem Dornröschenschlaf weckt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Auch dem Jubiläum des Druchhorner Schützenvereins im kommenden Jahr ist ein Artikel gewidmet. Mit dem Familienunternehmen Paul Sich und Eisenwaren Johannes Stürenberg werden zwei Betriebe in Ankums Dorfmitte vorgestellt. Unter dem Titel "Der Weg der schwarzen Kunst ins digitale Zeitalter" wird die 50-jährige Geschichte der Druckerei Pfotenhauer beleuchtet, die künftig unter dem Namen "Medienpark Ankum" firmiert.

Symbolisch zog Heinz Sandbrink vor der Arbeit des Redaktionsausschusses seinen Hut. Die Mischung aktueller und geschichtlicher Abhandlungen, so Ankums Vizebürgermeister, hätte optimaler nicht sein können. Sandbrink appellierte an die Bevölkerung, alte Unterlagen nicht achtlos zu entsorgen, sondern diese für das Heimatarchiv zur Verfügung zu stellen.

Seine Freude darüber, dass auch die Kirche wieder vertreten sei, konnte Vikar Volker Kupka nicht verhehlen. Mit seinen Veröffentlichungen, so Franz Buitmann als Vorsitzender des Kreisheimatbundes Bersenbrück, habe der Heimatverein Ankum einen soliden Grundstock in der Heimatliteratur geschaffen. Der Entwicklung vom ersten Heft zu dem heute fast kunstvollen Werk zollte er höchsten Respekt.

Dieses Kompliment reichte Feldkamp an den Medienpark Ankum weiter, der für die Produktion verantwortlich zeichnete. Erhältlich ist der Band im Copy- und Buchladen Mossler, bei Ratermann, Thyen-Lohmann, beim "Gelben Punkt", der Postenbörse in Ankum sowie bei Bücherwelt Richter in Bersenbrück.


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